1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Büren
  6. >
  7. Je mehr Teilnehmer, desto besser

  8. >

Stadt Büren lädt Grundstückseigentümer zur Teilnahme an Forschungsprojekt mit der TU Dortmund ein

Je mehr Teilnehmer, desto besser

Büren

Nicht nur in Großstädten wie Hamburg oder München ist der Druck auf den Wohnungsmarkt riesig. Auch in Kleinstädten wie Büren sind Bauplätze heiß begehrt und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Vor diesem Hintergrund führt die TU Dortmund (Fakultät Raumplanung) in Zusammenarbeit mit der Stadt nun eine anonymisierte Forschungsarbeit durch.

Werben für die Teilnahme an der praktischen Forschungsarbeit der TU Dortmund auf dem Stadtgebiet Büren (von links): Michael Kubat (Wirtschaftsförderung/Liegenschaften der Stadt Büren), Peter Salmen (Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Stadtplanung) und Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow. Foto: Stadt Büren

Im Zentrum der Arbeit geht es um die noch ungenutzten Möglichkeiten, etwas zu bauen. Nachverdichtung heißt das Stichwort, das umso aktueller ist, weil ja möglichst wenig neue Fläche versiegelt werden soll. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Technischen Universität (TU) Dortmund möchte die Stadt Büren dieses Potenzial nun heben.

Dabei komme es vor allem auf die Eigentümer und deren Interessen, Strategien und Nutzungskonzepte an, macht Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow deutlich. Am besten klären lasse sich das in einem direkten Gespräch. Daher benötige das Forschungsprojekt Eigentümer, die bereit sind, über ihre Ansichten und Anliegen zu sprechen, ergänzt Peter Salmen, Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Stadtplanung.

Flächensparen heißt das Ziel

Die TU Dortmund (Fakultät Raumplanung) führt in Zusammenarbeit mit der Stadt unter dem Titel „Grund zum Wohnen: Strategien kommunaler Bodenpolitik“ eine anonymisierte Forschungsarbeit durch, um genau diese Strategien und Interessenlagen der Eigentümer kennenzulernen.

„Ziel ist die effektivere Gestaltung kommunaler Strategien im Umgang mit den Eigentümern. Somit zielt die Forschung auf eine Anpassung kommunaler Strategien ab und soll zur Umsetzung politisch formulierter Ziele des Flächensparens beitragen“, stellt Lilly Böhrk stellvertretend für das Team der Studenten der TU Dortmund fest.

Eigentümer von Brachflächen angeschrieben

Sie ist eine von 16 Studenten, die sich im Zuge dieser praktischen Forschungsarbeit mit der Entwicklung von unbebauten Grundstücken in innerstädtischen Lagen befassen. Das Projekt wird von Professor Dr. Thomas Hartmann und Dr. Andreas Hengstermann begleitet.

Die Stadtverwaltung hat einen Querschnitt der Eigentümer von Brachflächen im Stadtgebiet angeschrieben und eingeladen, sich an der Forschungsarbeit zu beteiligen. Darüber hinaus sind jederzeit weitere Flächeneigentümer eingeladen, Teil der Ausarbeitung zu werden. Es gelte die Devise: Je höher das Interesse der teilnehmenden Interviewpartner, desto besser die Forschungsergebnisse.

Datenschutz steht ganz oben

„Die Arbeit läuft unter der strengen Einhaltung des Datenschutzes ab. Die jeweiligen Daten werden ausschließlich anonymisiert verarbeitet, die Stadt Büren erhält in die Verarbeitung keinen Einblick. Allenfalls die fertigen Ergebnisse werden zur Verfügung gestellt“, versichert Michael Kubat, der von Seiten der Stadt das Vorhaben begleitet.

Stellvertretend für das Forschungsteam steht bei Fragen Lilly Böhrk zur Verfügung. Die Studentin ist erreichbar per E-Mail an studierendenprojekt.bodenpolitik.f01.fk09@tu-dortmund.de sowie unter Tel. 0234/54459986 oder 0160/ 95869344.

Fakultät Raumplanung der TU Dortmund

Raumplanung ist ein ingenieur- und sozialwissenschaftlich geprägtes interdisziplinäres Forschungs- und Praxisfeld, das sich mit den unterschiedlichen Ansprüchen der Gesellschaft an die bebaute und unbebaute Umwelt beschäftigt. 1968 begann in Dortmund die Geschichte der Raumplanung als eigenständig institutionalisierte Disziplin.

Das oben beschriebene Forschungsprojekt hat im Wintersemester 2021/2022 begonnen. In diesem Forschungsprojekt lernen die Studierenden, komplexe raumbezogene Problemstellungen mit sozial- und ingenieurwissenschaftlichen Mitteln und in kooperativer Weise innerhalb von zwei Semestern zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Das Thema des Forschungsprojekts haben die Studierenden selbstständig erarbeitet und festgelegt.

An diesem Projekt nehmen weitere Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, NRW und dem Saarland teil

Startseite
ANZEIGE