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Wissenschaftler kommen Herkunft eines Bronzeschwerts auf die Spur

Aus ehemaliger SS-Sammlung: Kreismuseum Wewelsburg Museum gibt Raubkunst zurück

Büren-Wewelsburg

Die etwa 80 Zentimeter lange Klinge ist schartig und stumpf, der hölzerne Griff längst verloren gegangen: Spektakulär sieht es nicht aus, das Bronzeschwert im Kreismuseum Wewelsburg (Kreis Paderborn). Und doch erzählt seine Herkunft einen wahren Krimi. Das um 1300 vor Christus geschmiedete Schwert ist das bisher erste und einzige Objekt im Besitz des Museums, das aus NS-Raubkunst stammt und jetzt nach Jahren der Spurensuche an die Erben des rechtmäßigen Besitzers zurückgegeben werden konnte.

Von Hanne Hagelgans

Museumsleiterin Kirsten John-Stucke und der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Erik Beck zeigen das Bronzeschwert. Der Holzgriff ist nach 3300 Jahren längst verschwunden. Foto: Oliver Schwabe

Viele Jahre lag das Schwert in der Sammlung im heimatgeschichtlichen Teil des Museums, versehen mit einem Hinweis, dass es aus dem Bürener Ortsteil Ringelstein stamme. Doch das stimmte nicht. Experten hatten bereits an der Herkunft gezweifelt. Denn Griffzungenschwerter dieser Art waren hier eigentlich nicht gebräuchlich, sehr wohl aber in der Donau­region in jener Epoche. Den Irrtum ans Licht brachte schließlich 2016 eine ehemalige Mitarbeiterin des Kreismuseums, Dana Schlegelmilch. Sie arbeitete inzwischen an ihrer Doktorarbeit über den SS-Archäologen Wilhelm Jordan. Er war während der NS-Zeit in der Wewelsburg tätig

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