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Umstrukturierung soll Bürener Rathaus bürgerfreundlicher machen

Kurze Wege, mehr Platz

Büren (WB/han). Salzkotten baut an, Bad Wünnenberg löst die Platzprobleme zunächst durch eine Erweiterung in Modulbauweise. In vielen Kommunen im Altkreis werden die Rathäuser zu eng. Auch Büren bildet da keine Ausnahme. Hier allerdings gelingt es fast nur mit „Bordmitteln“ und einer vergleichsweise geringen Investition, eine Lösung zu finden, die nicht nur mehr Platz schafft, sondern auch noch die Erreichbarkeit für die Bürger verbessert.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow (rechts) und Abteilungsleiter Jörg Altemeier haben die Umstrukturierung um Bürener Rathaus erläutert. Bereiche mit viel Bürgerkontakt sollen künftig einfacher und barrierearm erreichbar sein. Foto: Hanne Hagelgans

Nach gut 100 Tagen im neuen Amt hat Jörg Altemeier, vormals Allgemeiner Stellvertreter des Lichtenauer Bürgermeisters und nun Leiter der Abteilung I in der Verwaltung seiner Heimatstadt Büren, sein erstes großes Projekt vorgestellt: die Umstrukturierung im Rathaus.

Die Stadt Büren hat aktuell insgesamt 240 Mitarbeiter. Davon arbeiten etwa 74 Männer und Frauen direkt in der Stadtverwaltung im Rathaus. Etwa die Hälfte von ihnen wird bis zum Jahresende im Zuge der Neuerung den Schreibtisch wechseln und in ein neues Büro umziehen.

Wichtigste Änderung für die Bürger ab Februar: Die Anlaufstellen, die besonders viel Publikumsverkehr haben, wie das Bürgerbüro, Ordnungswesen, Soziales und Rentenangelegenheiten sind nun barrierefrei oder zumindest barrierearm zu erreichen. Und sollte es doch einmal gar nicht anders gehen, steht im Bürgerbüro ein Raum zur Verfügung, in dem etwa Rollstuhlfahrer mit dem zuständigen Sachbearbeiter sprechen können, der dann zu ihnen kommt.

Dass die Umstrukturierung in Büren ohne Anbau und mit Kosten von rund 150.000 Euro über die Bühne gehen kann, wird durch die insgesamt rund 390 Quadratmeter umfassenden Räume des ehemaligen Modehauses Isenberg ermöglicht, die baulich Teil des alten Kreishauses sind und die die Stadt vom Kreis Paderborn gemietet hat. Im Erdgeschoss befindet sich auf rund 185 Quadratmetern wie bisher mit separatem Eingang und einem Bürgerforum, das auch als Ausstellungsfläche genutzt werden kann, das Stadtmarketing.

Im Geschoss darüber, das die Stadt komplett renoviert und mit Zwischenwänden versehen hat, findet auf 205 Quadratmeter Gesamtfläche die Abteilung III (Bürgerdienste) eine neue Bleibe. Unter der Leitung von Manuel Krenz sind hier unter anderem mit den Bereichen Standesamt, Soziales, Rente, Wohngeld und Ordnungswesen Themen angesiedelt, die viele Besucher anziehen. Die müssen nun nicht mehr durch lange Rathausflure laufen, sondern erreichen alles kompakt im ehemaligen Haus Isenberg – und bei Bedarf auch barrierefrei über einen Fahrstuhl am Übergang zwischen Rat- und Kreishaus.

Ein weiterer Vorteil: Die enge Zusammenarbeit zwischen Ordnungsamt und Polizei, die sich unter anderem in einer Ordnungspartnerschaft niederschlägt, wird künftig noch dadurch intensiviert, dass sich beide Behörden nun Wand an Wand in unmittelbarer Nachbarschaft befinden.

Wo immer möglich, kurze Wege zu schaffen, sei ohnehin das Ziel gewesen, erläutert Jörg Altemeier. Und so sitzen nun auch alle Mitarbeiter des Bereichs Planen und Bauen beieinander im Erdgeschoss, direkt nebenan ist die Wirtschaftsförderung mit dem verwandten Bereich Liegenschaften untergebracht.

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