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Automat in Bürener Gymnasium installiert

Mauritius-Schülerinnen erhalten Menstruationsartikel kostenlos

Büren

Im Bürener Mauritius-Gymnasium gibt es jetzt einen Automaten, aus dem Schülerinnen kostenlos Menstruationsartikel entnehmen können. Die Einrichtung geht auf einen Vorschlag aus der Schülervertretung zurück.

Von Hans Büttner

Am Bürener Maurituis-Gymnasium gibt es künftig einen Automaten, aus dem Schülerinnen kostenlos Tampons und Binden ziehen können. Über die neue Einrichtung freuen sich Schülersprecherin Juliane Mehring, Schulleiterin Hilla Jürgensmeier-Schlüter sowie der Arzt und Sponsor Dr. Thomas Bandorski.  Foto: Hans Büttner

Das Mauritius-Gymnasium Büren ist längst keine Jungenschule mehr. Mehr als die Hälfte der 600 Schülerinnen und Schüler sind Mädchen. Schülersprecherin Juliane Mehring hatte nun eine Idee, die gemeinsam mit der Schulleitung in die Tat umgesetzt wurde.

Um den Alltag der Teenagerinnen zu erleichtern, wurde ein Spender für Menstruationsartikel im Vorraum der Mädchentoilette angebracht. Tampons und Binden können hier bei Bedarf kostenlos und ohne großen Aufwand geholt werden.

„Wir möchten das Thema enttabuisieren“, betont Schulleiterin Hilla Jürgensmeier-Schlüter, „die Initiative der Schülervertretung haben wir gern aufgegriffen.“ Finanziert wird der Spenderautomat von Dr. Thomas Bandorski, der als Hausarzt das „Zentrum für umfassende Medizin“ in Bad Wünnenberg-Haaren leitet. Als Vater dreier ehemaliger Schülerinnen des Mauritius-Gymnasiums und Arzt hat er besonderes Verständnis für die Bedürfnisse von Mädchen.

Der Mediziner unterstützt darüber hinaus seit Jahren die „Neven-Subotic-Stiftung“. Diese Stiftung des ehemaligen Fußballstars ermöglicht unter anderem mit dem Verteilen von Hygieneartikeln Mädchen im Äthiopien, Kenia und Tansania den problemlosen Schulbesuch auch nach Einsetzen ihrer Periode.

Die Schülervertretung wird nun im Mauritius-Gymnasium die Verantwortung für den Betrieb des Geräts übernehmen. „Ich freue mich sehr, dass diese Unterstützung unserer Mauri-Mädchen möglich wurde“, betont Hilla Jürgensmeier-Schlüter.

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