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Michael Wessel kümmert sich künftig um Bürener Stadtwald

Neuer Förster hat viel zu tun

Büren (WB). Die Stadt Büren hat einen neuen Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Bürener Stadtwald: Der neue Förster bei der Stadt Büren heißt Michael Wessel. Viele kennen ihn noch als Kreisschützenkönig: Der Oberntudorfer regierte im Jahr 2016 die Altkreis-Schützen gemeinsam mit Ehefrau Heidi.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow (links) und Jörg Altemeier, Leiter der Personalabteilung bei der Stadt Büren (rechts), haben jetzt den neuen Stadtförster Michael Wessel im Amt begrüßt. Der Oberntudorfer, den viele noch als Kreisschützenkönig von 2016 kennen, wird sich als Nachfolger von Ulrich Menzel, der in den Ruhestand geht, künftig um den Bürener Stadtwald kümmern. Foto:

„Ich freue mich, dass wir mit Michael Wessel für unseren Stadtwald einen erfahrenen Fachmann gewinnen konnten“, betonte Bürgermeister Burkhard Schwuchow bei der Begrüßung des neuen Mitarbeiters. Auch Jörg Altemeier, Leiter der Personalabteilung, freut sich, einen Nachfolger für Ulrich Menzel gefunden zu haben, der im November nach fast 38 Jahren bei der Stadt Büren in den Ruhestand gegangen ist.

Michael Wessel absolvierte von 1986 bis 1988 eine Ausbildung zum Forstwirt bei der Stadt Paderborn, wo er auch ein Jahr lang als Forstwirt arbeitete. Nach dem Fachabitur, das er 1991 anschloss, studierte er an der Fachhochschule in Göttingen Forstwirtschaft. 1995 begann er den Vorbereitungsdienst beim Land NRW, wo er seitdem beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW arbeitete, zunächst fünf Jahre lang in Elspe (Sauerland) und dann 19 Jahre im Forstbetriebsbezirk Paderborner Land.

In Büren erwarten ihn nach Informationen der Stadt eine Vielzahl an Aufgaben, die zum Beruf des Försters dazugehören. Ganz akut werde er sich darum kümmern müssen, das abgestorbene Holz, das durch zwei extrem trockene Sommer, das Orkantief Friederike Anfang 2018 und den Borkenkäferbefall verursacht worden sei, aufzuarbeiten und zu vermarkten. Langfristig soll es darum gehen, stabile Mischwälder wiederherzustellen, indem die freigewordenen Flächen mit standortgerechten und klimastabilen Baumarten wiederaufgeforstet werden. Mittelfristig bedeute das, dass Michael Wessel darauf abzielen werde, eine naturgemäße Waldwirtschaft zu betreiben, um so den Holzbestand zu sichern.

Zum Alltag des Försters gehörten daher zum einen die Pflege der Bäume, aber auch die Holzerntearbeiten, die vorbereitet, ausgeschrieben und schließlich durchgeführt werden müssten, sowie dann im Anschluss das Sortieren und Vermarkten des Holzes und die Versorgung der Bürger mit Brennholz. Zur Pflege des Waldes gehöre auch, die Wildbestände durch Jagd anzupassen, um so den Verbiss, also den Schaden an den Pflanzen und Bäumen, den Wildtieren anrichten können, zu reduzieren. Nicht zuletzt müssten Bäume nachgepflanzt werden, also Jungpflanzen kultiviert und deren Wachstum überwacht werden.

Um genau diese Prozesse zu erklären und die generelle Bedeutung der Wälder und der Waldwirtschaft zu vermitteln, bilde die Öffentlichkeitsarbeit einen weiteren großen Teil der Aufgaben Michael Wessels. Hierzu gehörten die Waldpädagogik, in deren Rahmen mit Schulen und Kindergärten zusammengearbeitet werde, oder auch Themenwanderungen in Kooperation mit anderen Fachleuten.

Voraussichtlich Anfang Februar wird Michael Wessel die Stelle als Bürener Stadtförster antreten.

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