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Flugobjekt steigt bis in 37 Kilometer Höhe

Schüler des Bürener Mauritius-Gymnasiums lassen Wetterballon steigen

Büren

Ein Hauch von Houston lag über Büren, als der Countdown der Schulgemeinschaft zum Start eines Wetterballons lief. Losgeschickt hatten ihn Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Mauritius-Gymnasiums.

Von Hans Büttner

Wie verhält sich ein Schokokuss in der Stratosphäre? Das war eines der Experimente an Bord des Wetterballons, den Schüler des Bürener Mauritius-Gymnasiums steigen ließen. Mit an Bord war neben Kameras und Messeinrichtungen auch die kleine Eule, das Maskottchen der Schule. Foto: Mauritius-Gymnasium

Gute Beobachter sahen den Wetterballon in den blauen Himmel über Büren aufsteigen – und wunderten sich. Das für Uneingeweihte unbekannte Flugobjekt startete anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Schule in die Stratosphäre.

An Bord befanden sich Kameras, Mikrofone, Experimente, wie zum Beispiel ein Schokokuss, und Messgeräte. Und natürlich durfte auch die kleine Eule, das Maskottchen des Mauri, nicht fehlen.

Geplant, vorbereitet und durchgeführt wurde der Ballonflug von neun physikbegeisterten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 unter der Leitung von Physiklehrerin Mareike Scholz.

Im Rahmen einer freiwilligen AG bereitete die Gruppe Experimente, Messgeräte und den Ballon sowie den Start und die Landung vor. Insgesamt legte er eine Strecke von 122,9 Kilometern zurück. Dabei stieg er auf eine maximale Höhe von unglaublichen 37 Kilometern an. Dort, in der Stratosphäre herrschten Temperaturen von bis zu -42,3 °C.

Auf seiner Reise erreichte der Ballon eine spektakuläre Spitzengeschwindigkeit von 112,5 Stundenkilometern. Immer dabei die kleine Eule, der nicht einmal die eisigen Temperaturen etwas anhaben konnten. Nach einer Stunde und 40 Minuten landete der Ballon wieder auf der Erdoberfläche im bergischen Land. Der Flug wurde kontinuierlich per Tracking-App überwacht, sodass der Ballon nach der Landung gefunden werden konnte.

Es entstanden imposante Foto- und Filmaufnahmen, die auf dem Instagram-Account der Schule veröffentlicht sind. „Wir sind höchst zufrieden mit dem Ablauf und den Ergebnissen des Projekts – vom gemeinsamen Start bis zum abenteuerlichen Auffinden des Ballons ein Gewinn für die Naturwissenschaften. Und der Spaßfaktor kam definitiv nicht zu kurz“, meinen Finja Kappmeier und Emilia Koke, zwei Mitglieder der AG.

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