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Mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019

So viele Passagiere nutzten in den Sommerferien den Flughafen Paderborn/Lippstadt

Büren

Der Andrang am Flughafen Paderborn-Lippstadt (PAD) ist in den Sommerferien größer gewesen als erwartet – und hat auch das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 übertroffen. 

Flughafenchef Roland Hüser zieht eine positive Sommer-Bilanz. Foto: Jörn Hannemann

Statt der erwarteten 100.000 Passagiere sind während der gut sechs Ferienwochen mit 727 Maschinen 115.839 Fluggäste in Büren abgeflogen oder gelandet. Das hat der Airport am Mittwoch bekanntgegeben. In den Sommerferien 2019 waren es 114.056 Fluggäste.

Für die über der Prognose liegenden Passagierzahl nennt Flughafen-Sprecher Matthias Hack drei Gründe. Erstens seien die planmäßigen Flüge „außergewöhnlich gut“ ausgelastet gewesen. Zweitens hätten die am Flughafen vertretenen Airlines aufgrund der großen Nachfrage noch zusätzliche Flüge angeboten. Und drittens landeten oder starteten auch 40 Maschinen mit 3187 Passagieren in Büren, die eigentlich an anderen Flughäfen eingeplant waren, aber umgeleitet wurden.

Auch die kurzfristige Aufnahme dieser Flugzeuge, die ursprünglich an anderen, teils überlasteten Airports landen sollten, hätten den Flughafen nicht vor Probleme gestellt. Die Abfertigung und Sicherheitskontrollen der Fluggäste sei am PAD auch bei deutlich höherem Aufkommen als in den vorangegangenen Monaten reibungslos gelaufen. In Hochzeiten seien 350 Mitarbeiter am Airport tätig.

„Das Passagier-Ergebnis der Sommerferien 2022 zeigt den Aufwärtstrend, den wir seit Mitte des vergangenen Jahres an unserem Flughafen spüren. Diesen Schwung wollen wir nun mitnehmen, um das gesamte Jahr 2022 erfolgreich abzuschließen“, erklärt Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser. Für das Gesamtjahr hatte er die Passagierprognose Anfang Mai von 200.000 auf 300.000 Fluggäste erhöht. 2021 waren insgesamt 129.292 Passagiere am PAD gezählt worden, im Corona-Jahr 2020 der Tiefstand von 95.577.

Die auch in diesem Zuge durch immer höhere Millionenverluste in Turbulenzen geratene Flughafengesellschaft hatte im September 2020 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das Verfahren wurde zum 1. Mai 2021 nach erfolgter Sanierung abgeschlossen. Der jährliche Zuschuss der verbliebenen Gesellschafter – die Kreise Paderborn (77,94 Prozent), Soest (12,26), Hochsauerlandkreis und Höxter (jeweils 3,92), sowie die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld (1,57) und die IHK Lippe zu Detmold (0,39) – ist seither auf 2,5 statt zuvor 5 Millionen Euro begrenzt. Als Ziel peilt Flughafen-Chef Roland Hüser für 2025 eine „schwarze Null“ und 800.000 Passagiere an.

Zudem sollen am PAD Innovationsprojekte rund um nachhaltige Luft- und Raumfahrttechnologien, neuartige Produktionsprozesse und effiziente Flughafen-Infrastrukturen entwickelt und erprobt werden. Dazu arbeiten Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen. Zwei erste Projekte, die das Land NRW mit insgesamt mehr als fünf Millionen Euro fördert, sind im Juni gestartet.

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