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Projekt richtet sich an Menschen mit geringen Deutschkenntnissen

Stadt Büren, Caritas und Volkshochschule wollen Pflegenotstand begegnen

Büren

Immer mehr Menschen sind auf Pflege angewiesen. Gleichzeitig gibt es zu wenig Personal im Pflegebereich. Ein neues Projekt der Volkshochschule soll Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, die nach einer beruflichen Perspektive suchen, eine praxisorientierte Berufsorientierung in der Altenhilfe ermöglichen

Wagen innovative Ansätze, um dem Pflegenotstand zu begegnen (von links): Agata Lutter (Ausbildungskoordinatorin des Caritasverbands im Dekanat Büren), Antje Brüggemann (Vorständin des Caritasverbands im Dekanat Büren), Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Markus Krick ( Leiter der VHS vor Ort) und Insa Burmann (hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin der VHS vor Ort). Foto: Stadt Büren

„Die Durchführung des Projektes wird möglich durch eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Büren und dem Caritasverband im Dekanat Büren“, dankt VHS-Leiter Markus Krick allen am Projekt Beteiligten. Nur durch die Unterstützung dieser Partner sei es der VHS vor Ort möglich, einen Deutschkurs in Kombination mit theoretischen und praktischen Einblicken in den Pflegeberuf anzubieten.

Das Projekt beginnt Mitte Oktober in Büren und soll bis März 2023 dauern. Zunächst arbeiten die Teilnehmer mit einer Dozentin intensiv an der Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse. Ein Fokus im Sprachunterricht liegt auf der berufsspezifischen Kommunikation für den Pflegebereich wie Gesprächen mit Patienten oder Angehörigen.

Darüber hinaus erkunden die Teilnehmer im Laufe des Kurses auch typische Aufgaben der Altenpflege in Theorie und Praxis. Der Caritasverband stellt ihnen mit Ausbildungskoordinatorin Agata Lutter dabei eine kompetente Fachfrau zur Seite. „Um Nachwuchskräfte für die Pflege zu gewinnen, verfolgen wir verschiedene Ansätze und unterstützen das Projekt daher gerne auf praktischer und fachlicher Ebene“, so Antje Brüggemann, Vorständin des Caritasverbandes im Dekanat Büren sowie Geschäftsführerin der Caritas Alten- und Krankenhilfe. Zum Konzept gehören auch der Austausch mit Menschen, die bereits im Berufsfeld arbeiten, ein Erste-Hilfe-Kurs sowie ein Bewerbungstraining.

Dank NRW- und EU Förderung keine Teilnahmegebühr

Laut Insa Burmann, Projektverantwortliche der VHS vor Ort, sind grundlegende Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau A1 die wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs. Außerdem sollten Interessierte natürlich eine generelle Offenheit für eine Tätigkeit im Pflegebereich mitbringen. Für das Projekt werden dank der finanziellen Unterstützung des Landes NRW und der Europäischen Union keine Teilnahmegebühren erhoben. Nur die Kosten für Bücher und Materialien werden von den Teilnehmern selbst getragen. „Nach Abschluss des Kurses besteht auch die Möglichkeit, an einer Sprachzertifikatsprüfung teilzunehmen, um die neu erworbenen Sprachkenntnisse offiziell zu bescheinigen“, erklärt Insa Burmann.

Die Stadt Büren stellt für das Projekt zentral gelegene Räume zur Verfügung. Bürgermeister Burkhard Schwuchow freut sich über die Perspektive, die sich Menschen mit geringen Sprachkenntnissen vor Ort dadurch bietet: „Mit diesem innovativen Ansatz wird dem Pflegenotstand aktiv entgegengetreten“, ist Schwuchow überzeugt.

Am Donnerstag, 29. September, findet ab 10 Uhr im Bürener Bürgersaal (Burgstraße 17, 33142 Büren) eine Informationsveranstaltung zum Projekt für alle Interessierten statt, bei der das Konzept und der Ablauf im Detail vorgestellt werden. Eine Übersetzung ins Russische ist beim Infotermin bei Bedarf möglich. Um Anmeldung unter Tel. 05258/937960 oder [email protected] wird gebeten.

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