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Streuobstwiese vorbildlich gepflegt

Aktionsgruppe „Naturerlebnis Wewelsburger Almetal“ ausgezeichnet

Büren-Wewelsburg

Die Wewelsburger Aktionsgruppe „Naturerlebnis Wewelsburger Almetal“  freut sich über eine Auszeichnung des Nabu Nordrhein-Westfalen. Der Naturschutzverband honoriert damit ihren vorbildlichen  für  Pflege und Erhalt einer Streuobstwiese.

Von Hans Büttner

Streuobstwiese Wewelsburg. Sascha Glaser Streuobstwiese Wewelsburg

Das Netzwerk Streuobstwiesenschutz NRW setzt sich seit 2017 für den Schutz und Erhalt sowie die Pflege und Neugestaltung von Streuobstwiesen  ein. Um dem Pflegenotstand von Streuobstwiesen entgegenzuwirken,  sieht das im August 2021 gestartete gleichnamige Folgeprojekt als einen wichtigen Baustein die Ausbildung von fachlich qualifizierten Obstbaumwarten vor. Außerdem  werden vorbildliche Streuobstwiesen in ganz NRW als „Best-Practice“-Beispiele mit einer Plakette und Urkunde ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung wurde nun der Abteilung „Naturerlebnis Wewelsburger Almetal“  für ihren Einsatz zum Schutz und Erhalt der Streuobstwiese im Wewelsburger Almetal zuteil. Sie erhielt die Plakette „vorbildlicher Streuobstwiesenbestand“.

Die rund 50 Mitglieder zählende Gruppe ist eine Abteilung des Heimat-und Verkehrsvereins Wewelsburg und entwickelte sich aus dem Projekt „Dorfwerkstatt“.   Zu den Aktivitäten der Gruppe gehört auch die Betreuung einer seit rund 50 Jahre bestehenden, von der Stadt Büren gepachteten Streuobstwiese im Almetal.

Über Jahre haben die Mitglieder die Wiese zu einem einzigartigen Biotop für Pflanzen, Tiere und  Menschen ausgebaut. Neben den 14 hochstämmigen Obstbäumen befinden sich auf der etwa 2500 Quadratmeter großen Fläche auch Insektenhilfen, Vogelnisthilfen, Lesesteinhaufen und Totholzhecken. Zusätzlich hat der Heimatverein moderne und nachhaltige Wege der Obstverwertung geschaffen und macht  Umweltbildungsangebote.

„Streuobstwiesen zählen seit Jahrhunderten zu den prägenden Elementen unserer Kulturlandschaft. Sie sind für rund 3000 Tier- und Pflanzenarten ein bedeutender Lebensraum“, sagte Lena Hölzer, Leiterin des Nabu-Projekts Netzwerk Streuobstwiesenschutz NRW. Mit dem Erhalt alter Obstsorten und der Pflege vieler Streuobstwiesen in NRW leisten viele Aktive regionaler und lokaler Ebene einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt, bestätigte die aus Düsseldorf zur Auszeichnung angereiste  Projektleiterin.

Sascha Glaser, Leiter der Wewelsburger Abteilung, freut sich über die Auszeichnung, die eine große Anerkennung für die geleistet Arbeit der Naturschutzfreunde bedeute und auch zur Imagesteigerung beitrage. Zwar ist die Auszeichnung nicht mit einer Geldprämie ausgestattet, doch die ehrenamtliche Arbeit der Gruppenmitglieder wird trotzdem engagiert weitergeführt. „Unsere Arbeit findet inzwischen viel Aufmerksamkeit“, sagt Sascha Glaser. Einen Beleg dafür liefern die an den neu gepflanzten Bäumen angebrachten Barcodes. „Im Almetal wurde ein Apfelbaum mit einer alten Apfelsorten bereits 8000 Mal angelickt“, erzählt Glaser  stolz.

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