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600 Teilnehmer aus zehn Ländern – Beginn am 12. Juni

Tanz verbindet über Grenzen hinweg:
Internationale Jugendfestwoche in Wewelsburg

Büren-Wewelsburg/Paderborn

Nachdem sie im vergangenen Jahr corona-bedingt ausfallen musste, wird jetzt vom 12. bis 18. Juni wieder die Internationale Jugendfestwoche gefeiert. Und sie ist so nötig wie kaum jemals zuvor, sind sich die haupt- und ehrenamtlichen Organisatoren einig.

Von Hanne Hagelgans

Tanz und Trachten vor der Kulisse der Wewelsburg: So beginnt seit 1954 die Internationale Jugendfestwoche. Nachdem sie im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, wird nun vom 12. bis 18. Juni wieder gefeiert. 600 Jugendliche werden erwartet. Foto: Hans Büttner

„Der Gedanke der Völkerverständigung ist diesmal besonders wichtig“, sagt Christoph Rüther, der die Festwoche zum ersten Mal in seiner Funktion als Landrat miterlebt, mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

Gemeinsam zu tanzen und zu musizieren, verbindet über Sprachbarrieren hinweg. Zum Erfolgsrezept der Jugendfestwoche, die im Nachkriegsjahr 1954 erstmals stattfand, gehört es, dass die Jugendlichen nicht in Gemeinschaftsunterkünften, sondern in Gastfamilien untergebracht sind. Eine Woche lang erleben sie so ganz hautnah den Alltag im Gastland mit.

Ehen sind schon entstanden

Und im Jahr darauf folgt meist ein Gegenbesuch. „Die Verständigung klappt immer irgendwie“, weiß Dietmar Kellerhoff. Gemeinsam mit Markus Smolin ist er für die musische Leitung des Großereignisses verantwortlich – und schon seit er denken kann bei der Jugendfestwoche dabei, zunächst aktiv, später in der Organisation. „Da werden ganz intensive Freundschaften gelebt“, erzählt er, „und auch Ehen sind schon entstanden.“

Freuen sich, dass die Internationale Jugendfestwoche nach der Zwangspause nun wieder stattfinden kann (von links): Landrat Christoph Rüther, Markus Smolin und Dietmar Kellerhoff (beide musische Leitung), Stefanie Lang (Jugendamt), Annette Mühlenhoff (Dezernentin), Christiane Hagen (Jugendamt) und Günther Uhrmeister (Leiter des Kreisjugendamts). Foto: Hanne Hagelgans

Einige der 19 Tanzgruppen aus den zehn Nationen Lettland, Spanien, Irland, Niederlande, Polen, Schottland, Frankreich, Ungarn, Schweden und Deutschland sind zum ersten Mal dabei, viele sind „Wiederholungstäter“. Die Aussicht auf die Teilnahme an der Jugendfestwoche, erzählt Kellerhoff, trage sogar dazu bei, viele Volkstanzkreise lebendig und die Jugendlichen bei der Stange zu halten.

Als der zuständige Kreisausschuss im August vergangenen Jahres einstimmig beschlossen hat, die Jugendfestwoche 2022 stattfinden zu lassen, obwohl sie turnusmäßig erst 2023 wieder an der Reihe gewesen wäre, war eine Portion Optimismus dabei, dass die Corona-Situation das zulassen würde. Jetzt bestätigt sich diese Annahme.

Etwa 600 Jugendliche

Etwa 600 Jugendliche werden dabei sein. Einige Programmpunkte sind feste Eckpfeiler, zwischen denen viele der Teilnehmer auch noch Zeit finden, um Tanzvorführungen in den einzelnen Orten zu organisieren. Los geht es am Sonntag, 12. Juni, mit der Eröffnungsfeier auf der Almewiese unterhalb der Wewelsburg. Am Donnerstag, 16. Juni (Fronleichnam), tanzen die Gruppen vor der Kulisse des Gutes Böddeken, wo dann auch der Internationale Markt stattfindet. Von 18 Uhr an ist ebenfalls auf Gut Böddeken der Musikalische Abend geplant.

Erstmals im Theater Paderborn findet am Freitag, 17. Juni, der Gala­abend der Folklore statt, für den die Jugendlichen im Vorfeld während eines Workshops auch ein Bühnenbild gestalten. Die Abschlussveranstaltung findet dann am Samstag, 18. Juni, von 16.30 Uhr an auf dem Ehrenfriedhof im Friedenstal statt. Und das Bekenntnis zum Frieden, dass die Jugendlichen dort abgeben, wird diesmal ganz besondere Bedeutung haben.

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