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Stadt, Volkshochschule und Ehrenamtliche ziehen an einem Strang

Ukrainer lernen in Büren Deutsch – große Nachfrage nach Kursen

Büren

Früher wurde in der Almeschule gelernt – und heute ist das wieder so, obwohl das Gebäude an der Bürener Bahnhofstraße längst keine Schule mehr ist. Doch die Deutschkurse für ukrainische Flüchtlinge, die die Stadtverwaltung, die Volkshochschule und die Flüchtlingsinitiative „Büren ist bunt“, dort anbieten, sind sehr gefragt.

Von Hanne Hagelgans

Damit Mama und Papa leichter Deutsch lernen können, wird während der Kurse eine Kinderbetreuung für ukrainische Kinder angeboten – stehend: Manuel Krenz (Abteilungsleiter Bürgerdienste), Angelika Voßmann und Anneliese Montag (Kinderbetreuerinnen), Jan Hoffmeister (Jugendpflege) und Brunhilde Franke (Ehrenamtskoordinatorin), sitzend: Kinderbetreuerinnen Bärbel Wolf und Gabriele De Wilde.

Damit die Eltern sich in Ruhe auf das Lernen konzentrieren können, gibt es sogar ein Betreuungsangebot für Kinder. „Zur Situationsbewältigung sind die Deutschkurse für Flüchtlinge sehr wichtig“, sagt Manuel Krenz, Abteilungsleiter Bürgerdienste. „Die Eltern geben die neuen Sprachkenntnisse dann auch an ihre Kinder weiter.“

Die Volkshochschule ist im April mit dem ersten Kurs gestartet. Montags, mittwochs und freitags werden Vokabeln und deutsche Grammatik gebüffelt. Der zweite Kurs seit Mitte Mai findet immer dienstags, donnerstags und freitags statt. „Wir werden bis zu den Sommerferien je 100 Kurseinheiten à 45 Minuten durchführen“, sagt Insa Burmann, pädagogische Mitarbeiterin für Fremdsprachen der Volkshochschule. Die zahlreichen Spenden, die durch einen Aufruf der Stadtverwaltung eingegangen sind, ermöglichen die Kurse.

Auch die Flüchtlingsinitiative „Büren ist bunt“ hat Sprachkurse ins Leben gerufen. Täglich außer dienstags, bringen Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer auf ehrenamtlicher Basis in der Detmarstraße im katholischen Pfarrzentrum den Neuankömmlingen die Grundlagen der deutschen Sprache bei. Neu ist der Sprachkursus für Berufstätige, der zweimal in der Woche von 17 bis 19 Uhr im Treff von „Büren ist bunt“ in der Nikolausstraße stattfindet. Alle Angebote sind von Initiative, VHS und Stadtverwaltung aufeinander abgestimmt, um einen größtmöglichen Erfolg zu ermöglichen.

Mithilfe ehrenamtlicher Kinderbetreuerinnen, der Initiative „Büren ist bunt“ und der Jugendpflege wurden auch Betreuungsmöglichkeiten für die ukrainischen Kinder während der Kurse eingerichtet. So können sich die Eltern ungestört auf das Lernen konzentrieren. „Die Situation, die wir sehen, berührt uns sehr“, meint Gabriele De Wilde, die ehrenamtlich bei der Kinderbetreuung hilft. „Es ist schön zu sehen, wie schnell die Kinder Vertrauen aufbauen und das Spielzeug, als auch die Kuschelecke für sich nutzen.“

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