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SGD und PID fordern Tempolimit an der Lippstädter Straße in Delbrück

370 Unterschriften gesammelt

Delbrück (WB/al). Anwohner und Politiker der SGD und der PID sind sich einig: Am Gastlichen Dorf auf der Lippstädter Straße wird ihrer Ansicht nach gerast. Die SGD hat bereits 370 Unterschriften gesammelt und fordert in diesem Bereich durchgehend Tempo 70.

Bislang rund 370 Anwohner der Lippstädter Straße und aus Sudhagen unterstützen die Forderung nach einer Geschwindigkeitsreduzierung auf durchgehende 70 Stundenkilometer zwischen Delbrück und dem Sudhäger Bruch. Alexander Wiechers (ab 2. von rechts) und Georg Hils haben im Namen der SGD einen entsprechenden Antrag gestellt. Foto: Axel Langer

Zwischen Delbrück und dem Gastlichen Dorf gibt es auf der Lippstädter Straße (L 822) mehrere Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 70. Allerdings wird die Geschwindigkeit teilweise nur in einer Fahrtrichtung auf 70 reduziert, während auf der anderen Seite Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometer erlaubt sind. Dies möchte die SGD ändern und fordert eine durchgehende Beschränkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit in beiden Fahrtrichtungen auf einheitlich 70 Stundenkilometer. Zahlreiche Anlieger unterstützen dieses Anliegen mit ihrer Unterschrift.

»95 Prozent der Anwohner unterstützen unsere Forderung«

»Bislang sind rund 370 Unterschriften zusammengekommen. Rund 95 Prozent der Anwohner zwischen Delbrück und dem Gastlichen Dorf unterstützen die Forderung. Weitere Rückläufe werden noch erwartet«, sagt Georg Hils.

Eine Reduzierung auf Tempo 70 hält die SGD für dringend notwendig, wenn man die Verkehrssicherheit in diesem sensiblen Bereich für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Schulkinder und ältere Bürger verbessern möchte. Zumal die unterschiedlichen Geschwindigkeitsausweisungen für die Anwohner kaum nachvollziehbar sind.

Straße teilweise nur sehr schmal

In Höhe der Bushaltestelle Timmerdamm weist die Lippstädter Straße eine Fahrbahnbreite von lediglich 5,60 Meter aus. »Das ist schon sehr schmal, wenn sich zwei Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit begegnen«, weiß Georg Hils aus eigener Erfahrung. Auf Grund des teilweise dichten Baumbestandes auf beiden Seiten der Lippstädter Straße zählt diese zur Deutschen Alleestraße.

Im fraglichen Bereich der Lipp­städter Straße gibt es vier Bushaltestellen, die überwiegend von Schulkindern genutzt werden. Diese müssten zusätzlich noch die viel befahrene Straße queren.

»Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen, da viel zu schnell gefahren wird. Ich selber fühle mich beim Spaziergang auf dem Rad- und Fußweg entlang der Lippstädter Straße nicht sonderlich wohl«, unterstreicht auch Anwohnerin Bettina Kuhlmann. »Hält sich dann doch mal ein Autofahrer an Tempo 70, wird er oft genug noch überholt«, hat Bettina Kuhlmann beobachtet.

Die Bewohner entlang der Lippstädter Straße, aber auch die Verkehrsteilnehmer die von Sudhagen kommen oder dorthin wollen, haben nach Auffassung der SGD einen Anspruch auf eine durch Tempo 70 besser gesicherte Teilnahme am Straßenverkehr. Dies gelte besonders für die Nutzer des Rad- und Fußweges.

Temporeduzierung war 2016 bereits Thema

Die SGD greift mit ihrem Antrag einen im Jahr 2016 mit der damaligen FDP gestellten Antrag erneut auf, nachdem der Kreis Paderborn nun nach einem schweren Verkehrsunfall in Dörenhagen kurzfristig eine durchgehende Tempo 70-Zone ausgewiesen hat. »Dass auch die heutige PID eine Geschwindigkeitsreduzierung fordert, zeigt doch nur, wie ernst es den Anwohnern mit ihrer Forderung ist«, sagt Alexander Wiechers von der SGD.

Auf der Tagesordnung der nächsten Bauausschusssitzung stehen somit gleich zwei Anträge zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der Lippstädter Straße, einer von der SGD und einer von der PID.

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