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Auffällig viele Autofahrer stellen ihren Wagen nicht vorschriftsmäßig ab

Am Alten Markt wird wild geparkt

Delbrück (WB). Gar nicht gut zu sprechen ist Margarete Brautmeier-Brenken auf die Stadt Delbrück beziehungsweise auf die von der Stadt umgesetzten Pläne zur Umgestaltung der Innenstadt und ganz konkret am Alten Markt.

Jürgen Spies

Teilansicht des umgestalteten Alten Marktes. Fünf Parkplätze sind hier offiziell markiert. Geparkt werde aber oft dort, »wo das Auto gerade hinpasst«, berichtet Margarethe Brautmeier-Brenken. Foto:

Der »neue« Alte Markt war am 3. Oktober als Schlusspunkt der (allerdings immer noch nicht beendeten) Innenstadtumgestaltung feierlich eingeweiht worden Beim Festakt war unter anderem der Begriff »Ende gut – alles gut« zu hören.

»Dass ›alles gut‹ sein soll, kann ich als Anliegerin jedenfalls nicht bestätigen«, berichtet Margarete Brautmeier-Brenken in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Die Delbrücker Kauffrau ist Eigentümerin eines erheblichen Grundstücksteils am Alten Markt und weist darauf hin, »dass man uns vorher erklärt hat, es würde nach dem Umbau vor unserem Haus noch fünf gekennzeichnete Pkw-Parkplätze geben. Die gibt es auch – nur: Jetzt wird am Alten Markt wild geparkt, gerade da, wo es freie Flächen gibt, wo es bestimmten Leuten eben passt. Aus dem Marktplatz ist ein Parkplatz geworden!« Das könne nicht im ursprünglichen Sinne der Innenstadtumgestaltung sein.

Die Anliegerin hat die Stadt über ihre Beobachtungen in Kenntnis gesetzt. »Als Antwort habe ich bekommen, man werde dort mal stärker kontrollieren und notfalls Knöllchen verteilen«, berichtet Margarete Brautmeier-Brenken und ergänzt fast resignierend: »Als ob das Verteilen von Knöllchen heutzutage irgendeine Wirkung hat...«

Ganz und gar nicht nach Resignation hören sich weitere Kritikpunkte der Kauffrau an. Sie ist der Ansicht, »dass der Alte Markt seit der Umgestaltung trist und grau aussieht.« Und das Beton-Rondell, in dem jetzt Wasser plätschert, wirke steif und steril. »Das ist nicht Delbrück!«, ärgert sich die Grundstückseigentümerin, die anmerkt, dass sie über den »garagengroßen Betonklotz«, der nun unterirdisch die aufwendige Brunnensteuerungstechnik aufgenommen hat, nicht vorher von der Stadt informiert worden sei. Schließlich handle es sich bei dem Grund und Boden dort um Privateigentum.

Kommentar

Wer am Alten Markt das Geschehen ein bisschen beobachtet, kann die Kritik der Anliegerin, wonach der Marktplatz ein Parkplatz geworden sei, kaum bestreiten, auch wenn die Bemerkung etwas spitz formuliert ist und »nur« für eine Seite des Platzes gilt.

Ganz ohne Parkplätze kommt der Alte Markt sicherlich nicht aus; es gibt hier Geschäfte, Gastronomie, Bank und Post. Wichtig ist, dass die Stadt Delbrück nun rigoros wildes Parken unterbindet. Wenn gar nichts hilft, dann eben durch das Aufstellen von Pflanzkübeln.

Und jetzt, wo der Alte Markt umgebaut ist, kommt dem Beobachter die Treppenanlage bei »Goeken backen« arg überdimensioniert vor. Jürgen Spies

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