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Höhenretter der Feuerwehr helfen Verletztem an der Pumpwerk-Baustelle in Delbrück

Bauarbeiter fällt durch Luke in die Tiefe

Delbrück (WB/al). Auf der Baustelle des neuen Pumpwerks am Postdamm in Lippling ist es am Freitag Morgen zu einem folgenschweren Arbeitsunfall gekommen. Ein 46-jähriger Bauarbeiter stürzte durch eine kleine Luke in einen unterirdischen Raum und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Einsatzkräften der Feuerwehren aus Lippling und Delbrück sowie Höhenrettern der Feuerwehr Paderborn gelang es, den verletzten Mann zu befreien.

Bei einem Sturz in einen unterirdischen Wasserspeicher zog sich ein 46-Jähriger schwere Verletzungen zu.

Gegen 7.20 Uhr war der 46-jährige Bauarbeiter mit Pflasterarbeiten auf dem Außengelände des Pumpwerks beschäftigt. Nach Auskunft der Delbrücker Feuerwehr ist er dabei unglücklich gestolpert und durchbrach eine Schachtabdeckung. Der unterirdische Raum, ein künftiger Wasserspeicher, ist sechs Meter tief. Glücklicherweise befand sich noch eine Arbeitsbühne in dem Raum, die den Fall nach rund drei Metern beendete.

In unterirdischen Wasserspeicher gefallen

„Die Rettungsarbeiten erwiesen sich als sehr aufwändig, da der verletzte Mann durch die kleine Luke befreit werden musste“, erläuterte Delbrücks Feuerwehrchef Johannes Grothoff. Feuerwehrleute aus Delbrück und Lippling unterstützten den Rettungsdienst und übernahmen zunächst die medizinische Versorgung. Nach Rücksprache mit dem Notarzt vor Ort wurden die Höhenretter der Paderborner Feuerwehr hinzugerufen.

Nachdem die Drehleiter über der Luke positioniert wurde, konnten sich Feuerwehrleute zu dem Verunglückten abseilen. „Unsere Drehleiter hat für solche Einsätze ein Extraprogramm, bei dem der Leiterpark exakt in Position bleibt“, erläuterte Johannes Grothoff.

Amt für Arbeitsschutz untersucht Unglücksstelle

Nach einer ersten medizinischen Versorgung konnte der Verletzte mit einer Schleifkorbtrage wieder ans Tageslicht befördert werden. Dazu musste der in der Trage gesicherte Patient aufrecht mit einem speziellen Hebegeschirr durch die Öffnung gezogen werden. Mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen wurde der 46-Jährige in ein Paderborner Krankenhaus transportiert. Für die rund 45 Feuerwehrkräfte war der Einsatz nach 90 Minuten beendet. Noch am Vormittag untersuchten Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz die Unglücksstelle.

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