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Ausbildungsmesse erstmals in der Delbrücker Stadthalle – 54 Betriebe werben um Azubis

Branchenmix macht den Reiz aus

Delbrück (WB). Lange Schlangen hatten sich im Eingangsbereich der Stadthalle gebildet. Hunderte Schüler und Eltern strömten zur inzwischen dritten Ausbildungsmesse. Mit dem Standortwechsel aus dem Bang-Starter-Center in Ostenland in die Delbrücker Stadthalle erhielt die Messe nochmals einen ordentlichen Schub.

Marcel Winkenjohann, Auszubildender zum Mechatroniker für Kältetechnik, hat eine kleine Kälteanlage konstruiert und demonstriert wie Getränkedosen gekühlt werden. Wie gut diese funktioniert, zeigt er mit einer Wärmebildkamera. Foto: Axel Langer

Unter den 54 Ausstellern präsentierten sich 14 neue Betriebe und warben um Auszubildende. „Die Ausbildungsmesse ist sehr schnell gewachsen, so dass die Räumlichkeiten in Ostenland einfach zu klein wurden“, begründete Bürgermeister Werner Peitz den Wechsel. In Kooperation mit Bang, der Industrie- und Handelskammer und der Landwirtschaftskammer veranstaltet die Stadt diese Messe.

„Das Interesse der Betriebe zeigt, dass der Fachkräftemangel auch in Delbrück angekommen ist. Die Ausbildungsmesse bietet die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen“, so Peitz. Mit Laufzetteln ausgestattet, sammelten die Schüler Informationen rund um Ausbildung und Praktika. Aber auch viele Eltern begleiteten ihre Kinder auf die Messe, und es wurden intensive Gespräche mit den Ausstellern geführt.

Viele Gespräche geführt

„Wer so früh zu einer Messe kommt, der interessiert sich vielleicht ja auch für das Bäckerhandwerk. Wir konnten viele gute Gespräche führen. Die Schüler waren richtig gut auf den Messebesuch vorbereitet, hatten konkrete Fragen über Aufgaben, Arbeitszeiten oder Verdienstmöglichkeiten. Das hat mir richtig gut gefallen“, lobte Steffen Benslips. Neben dem Bäckerhandwerk informierte sein Betrieb auch über den Ausbildungsberuf des Kaffeerösters. „Eine solche Messe vor Ort zu haben, ist gerade für die Handwerksbetriebe wichtig. So können wir uns vielen potentiellen Auszubildenden vor Ort vorstellen und im persönlichen Gespräch erklärten, dass eine Ausbildung zum Maurer der Grundstein für eine Meisterausbildung oder ein anschließenden Studium sein kann“, zeigte sich Philipp Fecke begeistert. Ein Tenor, der von vielen Mitausstellern geteilt wurde. Viele Betriebe hatten sich viel Mühe mit ihrem Messeauftritt gemacht. Im Fokus standen dabei immer wieder praktische Einblicke.

Erste Kontakte ins Berufsleben geknüpft

„Gerade der Branchenmix aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen unter einem Dach und damit eine große Palette von handwerklicher Ausbildung bis hin zu dualem Studium macht den Reiz der Messe aus“, waren auch Christiane Rolf von der Stadtverwaltung und Nicole Glawe-Miersch vom Bang-Starter-Center mit dem Zuspruch sehr zufrieden. „Unsere Schüler machen hier wirklich eine gute Figur und haben sicher heute erste Kontakte ins Berufsleben knüpfen können. Das gefällt mir richtig gut. Einzig am Termin würde ich etwas ändern. Ein Zeitraum zwischen Ostern und den Sommerferien wäre idealer. Dann könnten auch Betriebe, die noch Ausbildungsplätze frei haben, diese ganz konkret vorstellen“, so Manfred Göke, der die Berufsvorbereitung an der Gesamtschule koordiniert.

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten im Delbrücker Land listet der neue Ausbildungsatlas auf, der über 200 Berufe kurz umreißt.

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