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Delbrücker Feuerwehrchef übergibt Geldspende und wärmende Kleidung an Wohnungslosenhilfe

Corona und Wintereinbruch sorgen für viel Arbeit

Paderborn/Delbrück

„Damit können wir viel Gutes tun. Herzlichen Dank“, freute sich der Geschäftsführer und Sozialarbeiter der Wohnungslosenhilfe, Joachim Veenhof. Soeben hatte er 15 gefütterte Winterparka sowie rund 20 wärmende Sweat-Shirts und eine Spende über 1000 Euro von Johannes Grothoff aus Delbrück in Empfang genommen.

Axel Langer

Über wärmende Kleidung und einen Spendenscheck freute sich der Geschäftsführer und Sozialarbeiter der Wohnungslosenhilfe Paderborn, Joachim Veenhof (rechts). Die Spende überreichte Johannes Grothoff. Foto: Axel Langer

Für die Wohnungslosenhilfe bedeutet die Corona-Pandemie sehr viel Mehrarbeit. Nach Worten Joachim Veenhofs betreut die Wohnungslosenhilfe deutlich mehr Menschen, die ihre Wohnung verloren haben oder bei denen der Wohnungsverlust unmittelbar bevorsteht. „Hatten wir sonst ein oder zwei Übernachtungsgäste ist die Zahl aktuell auf mehr als zehn Personen gestiegen“, belegt Joachim Veenhof dies mit konkreten Zahlen. Man habe die Öffnungszeiten entsprechend verlängert, um neben der Befriedigung der Grundbedürfnisse auch Fachberatung bieten zu können und somit eine langfristige Perspektive aufzubauen.

„Da viele Behörden und Hilfeleister nur nach Terminvereinbarung geöffnet haben, dauern die Abläufe zudem noch deutlich länger“, so Joachim Veenhof, der die digitalen Angebote der Wohnungslosenhilfe zeitnah ausbauen will. Wärmende Kleidung könne man im Winter immer gut gebrauchen. Die Spende wird in einen Topf für einmalige Ausgaben, etwa den Einkauf von Lebensmitteln als direkte Hilfe, fließen.

Johannes Grothoff engagiert sich seit vielen Jahren für ein Hilfsprojekt im ostafrikanischen Eritrea. Er setzt sich gemeinsam mit einem Helferteam für den Aufbau verschiedener Stationen an einem Krankenhaus ein. Der Delbrücker Feuerwehrchef unterstützt aber auch die Feuerwehr in Asmara mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen. So wurde bei den Feuerwehren der Region auch Kleidung gesammelt und nach Eritrea verschifft.

„Allerdings sind gefütterte Parka und Sweat-Shirts einfach zu warm für Afrika. Schnell entstand die Idee, dass die Kleidung bei der Wohnungslosenhilfe an der richtigen Stelle ist“, erläutert Johannes Grothoff die Hintergründe. Außerdem hat er in den vergangenen Monaten verschiedene gespendete Gegenstände im Internet versteigert. Dazu gehörte auch ein Fußball mit Autogrammen des 1. FC Köln. „Den mit den Versteigerungen erzielten Betrag haben wir verdoppelt“, so Elektromeister und Firmeninhaber Johannes Grothoff.

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