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Stadtverwaltung meldet Geburtenüberschuss – Einwohnerzahl klettert auf 31.732

Delbrück wächst weiter

Delbrück (WB). Der Trend bei den Geburten zeigt wieder nach oben. Im Jahr 2018 konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgerbüros der Stadt Delbrück 339 neugeborene Kinder in das Melderegister aufnehmen. Das sind 22 Kinder mehr als 2017. Dem standen im vergangenen Jahr im Delbrücker Land 302 Sterbefälle gegenüber.

Jürgen Spies

339 Neugeborene sind im vergangenen Jahr in das Melderegister der Stadt Delbrück aufgenommen worden – 22 Kinder mehr als 2017. Auch für die Kindergärten und Schulen im Stadtgebiet ist dies mit Blick in die Zukunft eine gute Nachricht. Foto: dpa/Grubitzsch

Damit ergibt sich bei der natürlichen Bevölkerungsbewegung ein Geburtenüberschuss von 37. Darauf hat Werner Mattita, Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste, in einem Pressegespräch hingewiesen. Auch für die Kindergärten und Schulen im Stadtgebiet ist dies mit Blick in die Zukunft eine gute Nachricht. Dazu eine Vergleichszahl aus dem Jahr 2013: Hier konnte die Stadt lediglich 261 Neugeborene ins Melderegister aufnehmen.

Bei der sogenannten Wanderungsbewegung ist der Trend des Jahres 2017 auch in 2018 fortgesetzt worden. Bei 1331 Zuzügen und 1337 Fortzügen ergibt sich ein gering ausgefallenes Minus von 6.

Zweitgrößte Stadt im Hochstift

Insgesamt erhöht sich die Einwohnerzahl der Stadt Delbrück zum 31. Dezember um 31 und steigt somit weiter auf 31.732. Delbrück ist damit die zweitgrößte Stadt im Hochstift Paderborn (Kreise Paderborn und Höxter). »Ein Einwohnerzuwachs von Städten unserer Größenordnung ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit«, weist Bürgermeister Werner Peitz darauf hin, dass es auch in Ostwestfalen-Lippe Städte gibt, die seit Jahren mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen haben.

Aus der Statistik des Delbrücker Bürgerbüros geht außerdem hervor, dass im vergangenen Jahr 1.336 Personen innerhalb des Stadtgebietes Delbrück umgezogen sind.

Noch eine statistische Zahl: Zum Jahresende 2018 lebten in Delbrück 2.587 Ausländer. Das sind 80 mehr als vor einem Jahr und entspricht 8,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Im Standesamt der Stadt Delbrück sind im vergangenen Jahr 153 Ehen geschlossen worden. Das waren 12 weniger als 2017. Mehr als die Hälfte der Eheschließungen (89 = 58%) sind außerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Standesamtes, nämlich am Freitagnachmittag beziehungsweise am Samstagvormittag durchgeführt worden.

71 Trauungen (= 46%) fanden in der Hirtenkapelle im »Gastlichen Dorf« in Delbrück-Sudhagen statt.

Mattiza: »Für dieses Jahr liegen im Standesamt bereits 77 Reservierungen für Trauungen vor, davon 47 für die Hirtenkapelle. Auch für 2020 liegen uns schon Reservierungen für Trauungen vor. Das hat oft damit zu tun, dass bestimmte Festsäle für Hochzeitsfeiern sehr beliebt sind und schon viele Monate im voraus Termine vergeben.«

19 Eheschließungen (= 12%) waren im vergangenen Jahr mit Ausländerbeteiligung. Bis Trauungen mit Ausländerbeteiligungen geschlossen werden können, sind umfangreiche Beratungen bezüglich der Besorgungen von Urkunden und weiteren Dokumenten, Legalisationen, Überprüfung von ausländischen Urkunden, Anerkennung ausländischer Entscheidungen und anderes mehr erforderlich. Mattiza: »Nicht selten dauert so ein Verfahren mehrere Monate, manchmal sogar über ein Jahr. Durch die Vielfalt der inzwischen in Delbrück lebenden ausländischen Mitbürger ist für jede Person individuell zu überprüfen und zu klären, welche Unterlagen benötigt werden und welche gesetzlichen Bestimmungen die einzelnen Länder erlassen haben.«

Neben den Eheschließungen sind im Standesamt Delbrück in 2018 insgesamt 133 Sterbefälle und drei Geburten beurkundet sowie 37 Vaterschaftsanerkennungen entgegengenommen worden.

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