Von der Bezuschussung des Kunstrasen-Austausches am Laumeskamp bis hin zum Gymnastikraumbau in Anreppen

Delbrücker Rat will zahlreiche Projekte fördern

Delbrück

Nicht alle, aber doch viele Anträge der Vereine im Delbrücker Land sowie Ergänzungen der Ratsfraktionen sind im Zuge der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2021 der Stadt Delbrück beschlossen worden. Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT nennt einige Beispiele.

Jürgen Spies

Der Delbrücker SC bekommt für den Austausch des verschlissenen Kunstrasens am Laumeskamp einen Zuschuss in Höhe von 152.750 Euro bekommen soll Foto: Jörn Hannemann

Einstimmig beschloss der Rat, dass der Delbrücker SC für den Austausch des verschlissenen Kunstrasens am Laumeskamp einen Zuschuss in Höhe von 152.750 Euro bekommen soll. Bei Gesamtkosten in Höhe von 235.000 Euro würde der Zuschuss laut Sportförderrichtlinien (50 Prozent) 117.500 Euro betragen. Die CDU hatte darauf hingewiesen, dass auch Schulen den Platz für den Sportunterricht nutzen und deshalb eine Erhöhung der Förderung auf 65 Prozent beantragt – allerdings verbunden mit einem Sperrvermerk: Falls der Umbau/Neubau des DSC-Sportheimes mit 90 Prozent vom Land NRW gefördert werden sollte, würde der Kunstrasen nur noch mit 102.750 Euro aus dem Stadtsäckel bezuschusst.

Keine größere Diskussion gab es beim schon 2020 gestellten gemeinsamen Antrag der CDU und der damaligen Grünen zum Bau eines Bike-Parks auf einer Wiese am Nordring und nun konkret zur Frage, ob der Bike-Park (Freizeit-Radsport) auch dann gebaut werden soll, wenn es keine Fördergelder (39.600 Euro) dafür gibt. Gerechnet wird mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 44.000 Euro. Der Rat einigte sich jetzt darauf, bei einer Ablehnung des Förderantrages alternativ eine Förderung über ISEK (Inte­griertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) zu beantragen.

Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag des Heimatvereins Bentfeld auf 2100 Euro für die Anschaffung von drei Sitzbänken, die in der Bentfelder Feldflur einen Platz finden sollen. CDU, PID sowie SPD/Die Linke verwiesen auf das Landesprogramm „Heimatscheck“, das für den Antrag genutzt werden könnte.

17.500 Euro Zuschuss bekommen wird der SuS Westenholz für die Installation einer Beregnungsanlage auf seinem Rasenplatz C.

Der TC Blau-Weiß Delbrück erhält zur Sanierung des verschlissenen Tennisplatzes 3 einen Zuschuss in Höhe von 5.900 Euro,

Einstimmig beschloss der Rat, dem SuS Boke 18.400 Euro Zuschuss zum Bau einer Leichtathletikanlage im Waldstadion Boke unweit der Lippe-Grundschule zu gewähren. Bei Gesamtkosten in Höhe von 74.000 Euro ergeben sich ungedeckte Kosten nach Abzug der Fördergelder aus dem Topf „Moderne Sportstätte“ in Höhe von 36.800 Euro. Davon 50 Prozent entsprechen laut Delbrücker Sportförderrichtlinien besagten 18.400 Euro.

In Schöning möchte der Heimatverein den Dorfplatz neu gestalten. Der Rat hat dafür nun 216.000 Euro im Etat verankern lassen – allerdings mit Sperrvermerk. Das bedeutet: Die Maßnahme soll nur dann umgesetzt werden, wenn Fördergelder (möglich sind etwa 140.000 Euro) fließen. Bei einer Bewilligung würde der städtische Anteil rund 75.000 Euro betragen.

Mit städtischen Zuschüssen in Gesamthöhe von rund 190.000 Euro rechnen kann der SV GW Anreppen für zwei größere Projekte: Umbau der veralteten Sanitäranlagen im Sportheim sowie Neubau eines Gymnastikraumes/Anbau an das Sportheim. Die Modernisierung der Sanitäranlagen würde nach Abzug von Eigenleistungen 97.600 Euro kosten (50 Prozent davon laut Sportförderrichtlinien: rund 48.000 Euro); die Sportheim-Erweiterung ist nach Abzug von Eigenleistungen auf 300.000 Euro angesetzt. Möglich sind hier Fördergelder (knapp 150.000 Euro) des Landes NRW aus dem Topf „Moderne Sportstätte“. Der städtische Anteil würde nach den Sportförderrichtlinien knapp 75.000 Euro betragen. Ein Hintergrund: In Anreppen gibt es bislang keine geeigneten Räume, um Breitensport in einer Halle zu betreiben.

Zugestimmt wurde dem CDU-Antrag auf Erstellung eines Konzeptes für ein nachhaltiges Spielplatzangebot im Delbrücker Land. Antragssumme: 20.000 Euro.Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag der Grünen auf Anregung der Klimakommission, das Klimabudget von 66.000 auf knapp 200.000 Euro zu erhöhen.

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