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Joy Schwemin reiste ans Nordkap, um zu forschen

Delbrücker Schülerin berichtet von Nord-Expedition

Delbrück

Die Schülerin Joy Schwemin des Städtischen Gymnasiums Delbrück hat sich bei der IJM Stiftung Master Mint in Heidelberg mit Erfolg für eine zwölftägige Forschungsexpedition ans Nordkap beworben. Auf die Forschungsexpedition war sie durch den Förderpreis der Wirtschaft der Universität Paderborn aufmerksam geworden.

Joy Schwemin vom Städtischen Gymnasium Delbrück war am nördlichsten Punkt Europas.

Es nahmen 32 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 20 Jahren aus Deutschland teil. Mit einem Expeditionsbus ging es zum Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas. Es sollten die Veränderung von Flora, Fauna und Klima auf den Weg Richtung Norden sowie Mensch, Kultur und Sprache der verschiedenen Länder und Regionen untersucht werden.

Die Expedition führte durch die Nadelwälder Finnlands, das seenreiche Südschweden und durch die karge Landschaft Norwegens. Der Treffpunkt war in Heidelberg und von dort aus fuhren die Teilnehmer durch Dänemark nach Schweden, entlang am Bottnischen Meerbusen, zum Nordkap und durch Finnland wieder zurück. Dabei wurden verschiedene Nationalparks und die Städte Kopenhagen, Helsinki und Stockholm besichtigt.

Joy bildete mit Isabel Kraus, Justus Towfighi, Leonie Kremer, Sebastian Bensch und Svea Braam die Forschungsgruppe Vegetation. Diese hatten sich zum Ziel gesetzt, die Veränderungen der Flora in Abhängigkeit der geografischen Lage, sowie der klimatischen Bedingungen auf dem Weg in den Norden zu untersuchen. Es wurden Daten erhoben, dokumentiert und ausgewertet.

Ein Anstieg der Temperaturen durch den Klimawandel und die Verschiebung der Klima- und Vegetationszonen wurden festgestellt. Die südliche Taiga wird zunehmend Mischwald und da die Tundra kein Platz zum Ausdehnen hat, wird sie zunehmend verdrängt.

Zu beobachten ist ein Anstieg der Temperaturen durch den Klimawandel und die Verschiebung der Grenze zwischen Mischwald und Taiga. Ebenso konnte das Auftauen der Permafrostböden, sowie die Verschiebung dieser Richtung Norden festgestellt werden. Die oberen Schichten tauen auf, aber das Wasser kann nicht versickern, da die tieferen Schichten noch gefroren sind. Es kommt zu Seen- und Moorbildung. Durch Fäulnisprozesse von organischem Material entsteht Methangas. Da Permafrostböden große Methan und CO2-Speicher sind, kommt es bei dem Auftauen der Permafrostböden zur Freisetzung von Methan und CO2, mit einer daraus resultierenden Verstärkung des Klimawandels.

Im Rahmen der Projekttage am Städtischen Gymnasium Delbrück, die unter dem Leitthema der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN stehen, wurden die Ergebnisse einer interessierten Schüler- und Lehrerschaft vorgestellt.

Auf der Reise zum Nordkap wurden viele atemberaubende Landschaften entdeckt und erkundet. Forschen wurde mit Freude und Spaß, sowie effektiver Arbeit kombiniert. Joy berichtet, dass sie solche dramatischen und eindeutigen Ergebnisse nicht erwartet hätte.

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