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Krankenhaus benötigt dringend medizinische Produkte und Geräte

Dritter Konvoi soll von Delbrück nach Lwiw rollen

Delbrück

In Delbrück wird der dritte Hilfskonvoi für die Ukraine vorbereitet. „Die Spendenbereitschaft und das Engagement sind riesig. Dafür herzlichen Dank an alle, die hier mit ins Rad greifen“, freut sich Johannes Grothoff über viel kreative Hilfe.

Von Axel Langer

Der „Mein Chor St. Meinolf Schöning“ unterstützte mit einer Waffelbackaktion die Ukrainehilfe. Bei der Scheckübergabe waren dabei (von links): Der Geschäftsführer der Raiffeisencentrale Delbrücker Land, Martin Middleton, Johannes Grothoff sowie die Vorsitzende des Chores, Gisela Düsterhus und der Kassierer Herbert Wiebeler. Foto: Axel Langer

Dazu zählt auch die Waffelbackaktion des Schöninger Kirchenchores „Mein Chor St. Meinolf“ im Rahmen des Frühlingsmarktes. Aufgestockt durch das Raiffeisen Floristik- und Gartencenter kamen hier 650 Euro zusammen.

„Wir haben vom Kaffee über den Waffelteig alles gespendet bekommen, so dass der gesamte Erlös an die Delbrücker Ukraine-Hilfe geht. Allen Helfern und Unterstützern ein herzliches Dankeschön“, so die erste Vorsitzende des Chores, Gisela Düsterhus.

Mit dieser Spende sowie auch weiteren anderen aktuelle Spenden wird der dritte Delbrücker Hilfskonvoi ermöglicht. Nachdem Johannes Grothoff, Henry Kosche und Martin Steffens bereits zwei Hilfskonvois organisiert haben, soll noch im April ein dritter Konvoi starten. Ziel ist diesmal die knapp 730.000 Einwohner zählende Stadt Lwiw im Nordwesten der Ukraine. In der früher auch Lemberg genannten Stadt sammeln sich viele Geflüchtete aus der ganzen Ukraine.

Lwiw liegt etwa 120 Kilometer östlich der polnischen Stadt Przemysl. „Wir haben Kontakt zu einem Krankenhaus in Lwiw bekommen. Das Krankenhaus wird von einem Pfarrer geleitet, der früher im Bibeldorf in Rietberg aktiv war“, erläutert Johannes Grothoff.

Das Krankenhaus hat eine Liste mit dringend benötigten Dingen zusammengestellt, darunter auch medizinische Geräte, Medikamente und Verbandsmaterial. Diese Liste wird nun mit Hilfe zahlreicher Unternehmen aus dem Delbrücker Land abgearbeitet. „Über Spendengelder werden wir versuchen, die Wünsche des Krankenhauses so weit wie möglich zu erfüllen. Dazu benötigen wir weitere Spenden“, zählt für Johannes Grothoff jeder Euro. Die Spendengelder kommen eins zu eins in Lwiw an.

Auch zwischenzeitlich gespendete Lebensmittel werden beim dritten Hilfstransport wieder mitgenommen.

Durch die riesige Spendenbereitschaft im Delbrücker Land sind bislang gut 100.000 Euro an Geldspenden zusammengekommen. Dazu konnten mehr als 55 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel gesammelt und Richtung Ukraine auf den Weg gebracht werden. Medikamente und Verbandsmaterial im Wert von 65.000 Euro wurden bislang aus den Spendengeldern finanziert.

„Die benötigten Transportkapazitäten für knapp 160 Paletten waren riesig. Die zunächst geplanten Feuerwehrfahrzeuge und Sprinter reichten da schnell nicht mehr aus. Eine Reihe von Unternehmen haben uns teils kurzfristig mit Fahrzeugen und Fahrern geholfen. Die Solidarität ist beeindruckend“, so Delbrücks Feuerwehrchef.

Der DRK-Stadtverband Delbrück bittet unter dem Kennwort Ukraine-Hilfe weiterhin um Geldspenden. Die Bankverbindung lautet DE67 4725 1740 0000 0111 14.

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