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Zimmertheater Anreppen spielt wegen Corona zwei kleinere Stücke

Ein Jubiläum auf Abstand

Delbrück (WB). Corona verändert viele liebgewordene Traditionen. Dies gilt auch für die Aufführungen des Zimmertheaters Anreppen in der Dorfhalle. Statt eines Dreiakters stehen in diesem Jahr zwei Einakter auf dem Programm. „So konnten die Darstellergruppen getrennt proben und die Bühne ist nicht so voll“, hat sich Spielleiter Markus Hennemeier gründlich mit den Coronaregeln für den Kulturbereich auseinandergesetzt. Für die Aufführungen in der Dorfhalle wurde vom Heimatverein Anreppen und dem Zimmertheater ein entsprechendes Schutzkonzept entwickelt.

Axel Langer

m Jubiläumsjahr bringt das Zimmertheater Anreppen statt eines „großen“ Stücks zwei Einakter auf die Bühne der Dorfhalle. Im Stück „Die Omaklappe“ sind dabei (vorne von links): Bernadette Kramer und Markus Hennemeier sowie (hinten von links): Marc Lübbers, Maike Protte, Janine Lübbers, Lars Kramer, Heide Schmidt sowie Mechtild Troja (liegend) als verwirrte Omi. Foto: Axel Langer

Mit der Komödie „Die Omaklappe“, einem Einakter von Viola Schößler, und dem Schwank „Zoff im Seniorenheim“ von Claudia Gysel, bringt das Zimmertheater im Jahr seines 40-jährigen Jubiläums zwei Stücke auf die Bühne der Dorfhalle. „Wir haben uns dazu entschieden, zwei Einakter zu spielen, da wir so die Anzahl der Darsteller auf der Bühne reduzieren können“, haben sich die Spielleiter Markus Hennemeier sowie Bernadette und Lars Kramer im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Dazu gehört auch ein komplettes Hygienekonzept.

Maximal 100 Besucher pro Aufführung

Je Aufführung sind maximal 100 Besucher zugelassen. Der Erwerb von Eintrittskarten ist im Vorverkauf mit der Aufnahme der personenbezogenen Daten verknüpft. Die Bestuhlung wird für jede Aufführung neu gestellt, so dass Mitglieder einer Familie auch nebeneinander sitzen können. Zwischen den Stühlen wird ein vorschriftsmäßiger Abstand eingehalten. Die Besucher werden zu den zugewiesenen Plätzen geführt. Bis der Platz erreicht ist, muss ein Mund-Nasen-Schutz (Maske) getragen werden. Im Eingangsbereich wird Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Der Einlass sowie das Verlassen der Halle erfolgt jeweils durch separate Türen.

Auch auf dem Zugang zu den Toiletten gibt es eine Einbahnstraßenregelung. Getränke werden direkt am Platz ausgegeben. „Falls sich die Corona-Vorgaben kurzfristig verschärfen, werden die Aufführungen natürlich auch absagen“, so Markus Hennemeier, der froh ist, dass die Dorfhalle durch ihre baulichen Möglichkeiten überhaupt für die Einhaltung der Hygienevorgaben gerüstet ist. Die eigentlich geplanten Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum werden auf das nächste Jahr verschoben. „Dann feiern wir 40+1“, so Bernadette Kramer.

Zwei Gruppen spielen zwei Einakter

Unter dem Tenor „Alt, aber gefährlich: Ein Abend unter Senioren“ spielt das Ensemble des Zimmertheaters in zwei Gruppen zwei Stücke. Die beiden engagierten Krankenschwestern Lina und Uta spielen in „Die Omaklappe“. Sie arbeiten im Vincenz-Krankenhaus, als erstmals der Alarm in der Babyklappe ausgelöst wird. Doch sie finden nicht etwa ein Baby in der Klappe vor, sondern eine schimpfende Omi, die mit dem Kopf in der Klappe eingeklemmt ist. Die resolute Dame weiß weder, wer sie ist, noch, wie sie in die Klappe gekommen ist. Die verwirrte, aber liebenswerte Omi wird erstmal im Krankenhaus untergebracht. Hier trifft sie auf ihre Enkelin, deren Kind tatsächlich in der Babyklappe abgegeben wurde. Nun stellt sich die Frage: Wie landete das Baby in der Klappe und wer hat das Kind gegen den Willen der Mutter beim Krankenhaus abgegeben? Rachepläne werden geschmiedet.

Der Schwank „Zoff im Seniorenheim“ spielt im Seniorenheim „Glücklicher Feierabend“. Im Mittelpunkt stehen die Bewohner mit ihren kuriosen Macken sowie zwei neue Bewohner, die ordentlich für Wirbel sorgen. Da ist Ignaz Fürchtegott, der glaubt, ständig bestohlen zu werden, oder Dorothea Ochsner, die auf Grund ihrer angeblich vornehmen Herkunft gar nicht in ein „normales“ Seniorenheim möchte. Schlagfertige Dialoge und witzige Pointen sorgen bei den Einaktern für beste Unterhaltung und viel Humor, der immer mit einem Augenzwinkern gespielt wird.

Geplante Aufführungstermine

Falls die aktuelle Corona-Situation es zulässt, hat das Zimmertheater fünf Aufführungstermine für „Die Oma­klappe“ und „Zoff im Seniorenheim“ vorgesehen. Die Premiere in der Dorfhalle Anreppen, Dorfstraße 5, findet am Samstag, 14. November, ab 19.30 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) statt. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 15. November, ab 16 Uhr (Einlass ab 15.15 Uhr), Donnerstag, 19. November, um 19.30 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr), Samstag, 21. November, um 19.30 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) sowie letztmalig am Sonntag, 22. November, um 16 Uhr (Einlass ab 15.15 Uhr). Eintrittskarten sind in diesem Jahr ausschließlich im Vorverkauf zum Preis von acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Jugendliche bis 15 Jahren erhältlich. Ab dem 26. Oktober können Karten im Vorverkauf unter Telefon 0174/5112676 oder per E-Mail unter zimmertheater-anreppen@web.de bestellt werden. Die Bezahlung der Tickets erfolgt dann am Einlass.

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