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Christa Kampmeier aus Ostenland erlebt in einer Klinik eine nächtliche Begegnung der unheimlichen Art

Fledermäuse kapern Patientenzimmer

Delbrück

Dutzende Fledermäuse, die unter der Decke hängen, während direkt darunter nichts ahnend eine Krankenhauspatientin schläft – das klingt wie der Auftakt zu einem Gruselfilm. Doch das ist wirklich passiert, und zwar Christa Kampmeier aus Ostenland. Heute kann die 72-Jährige über diese Geschichte, die sie bereits viele Male im Familien- und Bekanntenkreis zum Besten geben musste, herzlich lachen.

Von Per Lütje

Fledermäuse, hier die Gattung Großes Mausohr, sind nachtaktive Tiere. Tagsüber suchen sie sich Unterschlüpfe zum Schlafen und verirren sich deshalb nicht selten auch in Wohnräume des Menschen. Foto: Klaus Bogon/dpa

Es war die erste Nacht, die die 72-Jährige Ende September als Patientin einer Klinik im Kreis Paderborn in einem Einzelzimmer verbrachte. „Ich wurde irgendwann wach und habe ein leises Knistern gehört. Ich bin dann wieder eingeschlafen, dann erneut wach geworden und habe wieder das Geräusch wahrgenommen, was für mich wie ein Knistern klang.“ Christa Kampmanns Blick sei schließlich zur Decke gegangen, und dort habe sie zahlreiche Schatten wahrgenommen. „Ich dachte, ich halluziniere wegen der Ta­bletten, die ich gegen meine Schmerzen bekommen habe“, erinnert sich die Ostenländerin. Doch als sie nach der Schwester schellt, diese ins Zimmer kommt und ausstößt: „Was ist denn hier los?“, wusste die 72-Jährige, dass ihr Gehirn ihr keinen Streich spielt: Zwischen 30 und 35 handtellergroße Fledermäuse haben es sich unter der Decke des Krankenzimmers bequem gemacht.

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