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Stadt Delbrück installiert mit neuer Technik ein Alarm- und Überwachungssystem

Funkprojekt besteht Pilotphase

Delbrück (WB). Im Februar endet die Testphase des »LoRaWan«-Funkprojektes. Im Delbrücker Land wurden zwölf Anwendungsfelder erfolgreich getestet. Drei Funkantennen, sogenannte Gateways, erbeben Daten und zeichnen Vorgänge auf – zum Beispiel eine offenstehende Kühlkammer in der Mensa der Gesamtschule.

Axel Langer

Die Übermittlung von städtischen Daten und Messergebnissen über moderne »LoRaWAN«-Funktechnik wurde in Delbrück erfolgreich getestet. Nun wollen Bürgermeister Werner Peitz (von links), Thorsten Schlichting von der Stadtverwaltung, Projektleiter Peter Fischer von der »regio IT«, Michael Nettelnbreker und Miriam Mattiza die Umsetzungsphase einleiten. Foto: Axel Langer

»Wir konnten via digitaler Datenübertragung an steigenden Grundwasserständen in den Trinkwasserförderbrunnen der Stadt erkennen, wenn Niederschlag gefallen ist, oder über einen Temperaturfühler konnten wir sehen, dass die Kühlkammer in der Mensa der Gesamtschule geöffnet wird«, erläutert Peter Fischer vom Unternehmen »regio IT«, das das »LoRaWan«-Projekt begleitet.

Die Gateways wurden in Delbrück, in Ostenland und Westenholz installiert und ermöglichten für die Testphase die Übertragung der Daten. »LoRaWAN ist eine neue Funktechnologie, die über eine große Reichweite verfügt und die Daten übertragen kann«, erklärt Peter Fischer. Außerdem wurden im Rahmen des Projektes neun Workshops mit Bürgern, Unternehmen, Verwaltungsmitarbeitern und Landwirten durchgeführt, bei denen weitere, praktische Anwendungsmöglichkeiten entwickelt wurden. Die übertragenen Daten werden dabei vor dem Hintergrund der Datensicherheit verschlüsselt.

Alarmsystem meldet Anomalien oder Defekte

In der Konzepterstellungsphase werden nun die Ergebnisse der ersten Testläufe sowie der Workshops zusammengefasst. Die potentiellen Anwendungsfälle werden entsprechend ihres wirtschaftlichen und ökologischen Nutzens bewertet. »Unser Ziel ist es, die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereiche in der Stadt deutlich besser zu vernetzen«, betont Bürgermeister Werner Peitz. Es gelte nun, die vielversprechendsten Anwendungsfälle für das Gesamtkonzept auszuarbeiten.

Vielversprechende Anwendungsbereiche wurden im Bereich des Wasser- und des Abwasserwerkes entwickelt. So können neben den Pegelständen der Grundwasserbeobachtungsbrunnen auch Betriebstemperaturen von Pumpstationen überwacht werden. »Ein Alarmsystem meldet Anomalien oder Defekte, so dass wir frühzeitig eingreifen können«, erläutert Fachbereichsleiter Olaf Merschmann. Aber auch Energie- und Wasserverbräuche oder zum falschen Zeitpunkt geöffnete Fenster oder Türen an öffentlichen Gebäuden können überwacht werden.

»Diese digitalisierten Arbeitsabläufe erlauben uns, Arbeitskapazitäten in anderen Bereichen einsetzen zu können. Viele Dinge, die bislang sehr aufwendig händisch durchgeführt wurden, werden nun digital überwacht«, sagt Werner Peitz. Für eine flächendeckende Einführung des »LoRaWAN«-Systems ist der Aufbau von vier bis fünf weiteren Gateways nötig. Diese sind Bestandteil eines weiteren Förderantrags, der die weitere Umsetzung zum Zielhat.

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