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Sechs Bewohner können sich unverletzt in Sicherheit bringen

Garage brennt in Delbrück: Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Wohnhaus

Delbrück

Eine mächtige Rauchsäule wies den Feuerwehrkräften am späten Samstagabend den Weg an die Karlstraße. Dort war aus zunächst ungeklärter Ursache eine Garage in Brand geraten.

Von Axel Langer

Sechs Personen konnten sich aus dem Wohnhaus in der Karlstraße unverletzt ins Freie begeben, als dort aus ungeklärter Ursache eine Garage in Brand geriet. Rund 80 Feuerwehrleute löschten den Brand. Ein Feuerwehrmann zog sich bei dem Einsatz Schnittwunden zu. Foto: Axel Langer

Da zunächst eine Person noch als vermisst galt, heulten um 23.11 Uhr die Sirene und neben rund 60 Feuerwehrleuten des Löschzuges Delbrück rückten auch die Löschzüge Ostenland und Lippling mit weiteren 20 Brandbekämpfern an die Einsatzstelle in Delbrück-Mitte aus.

„Glücklicherweise haben sich alle Person bei meinem Eintreffen schon ins Freie gerettet. Die Garage stand allerdings bereits in Vollbrand“, sagte Einsatzleiter Johannes Grothoff. Im Wohnhaus befanden sich vier Erwachsene und zwei Kleinkinder, die bei einem Nachbarn Unterschlupf fanden. Ein Nachbar hatte die Rauchentwicklung bemerkt und die 112 gewählt sowie die Bewohner alarmiert.

Über einen Hintereingang verschafften sich die Feuerwehrkräfte Zugang zu der Garage. Da aus der Garage brummende Geräusche zu vernehmen waren, war der erste Verdacht, dass in der Garage ein Auto brennen würde. Dies erwies sich schnell als falsch. „Als wir unter Atemschutz in die Garage vordrangen, lief dort ein Akkusauger mit lautem Brummen“, erklärte der Einsatzleiter. Da sich das elektrisch betriebene Garagentor nicht öffnen ließ, wurde hier ein Trennschleifer eingesetzt, um das Tor herauszutrennen. Anschließend konnte der Löschangriff von einer sehr beengten Stichstraße sowie von der Karlstraße aus gezielt durchgeführt und der Brand schnell gelöscht werden.

Gasflasche als Brandursache?

Bei den Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr eine Gasflasche. „Die war schon ordentlich heiß und musste schnell ins Freie gebracht und gekühlt werden.“ Der Einsatz war auch für Johannes Grothoff nicht ohne. Durch das gezielte Vorgehen konnte eine Ausbreitung auf das Wohnhaus verhindert werden. „Durch die Betondecke der Garage und einen nur kleinen Dachüberstand hat die Bauweise die Brandbekämpfung sehr begünstigt“, betonte Delbrücks Löschzugführer Ralf Wunderlich.

Während die sechs Personen aus dem Wohnhaus unverletzt blieben, zog sich ein Feuerwehrmann Schnittwunden an einem Finger zu. Diese wurden vor Ort versorgt. Gegen Mitternacht  konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Die Polizei beschlagnahmte die Brandstelle für eine weitere Ursachensuche durch die Fachkräfte der Kriminalpolizei. Eine Ursache für den Brand und eine Schadenshöhe konnten zunächst nicht genannt werden.

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