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Fünfter Verdachtsfall im Kreis Paderborn bestätigt

Geflügelpest Delbrück-Westenholz: 19 Tiere getötet

Delbrück/Paderborn

Ein neuer Ausbruch der hoch ansteckenden Geflügelpest vom Typ H5 (Subtyp H5N8) in Delbrück-Westenholz ist vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit amtlich bestätigt worden. Es ist damit der fünfte Fall von Geflügelpest im Kreis Paderborn seit März dieses Jahres. 19 Tiere in der betroffenen Geflügelhaltung sind bereits getötet werden, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag mit.

wn

Ein Screenshot der interaktiven Karte, die der Kreis Paderborn erstellt hat. Foto:

Per Allgemeinverfügung hat das Veterinäramt einen Sperrbezirk und eine Beobachtungsgebiet um die betroffene Haltung erlassen. Diese Zonen sind im Wesentlichen deckungsgleich mit den bereits erlassenen Zonen aufgrund der vorherigen Ausbrüche.

Der Kreis Paderborn hat eine interaktive Karte auf seiner Website zur Geflügelpest eingestellt. Durch die Eingabe der Adresse kann dort jeder Geflügelhalter überprüfen, ob er in einer der Beobachtungszonen liegt. Die Aufstallpflicht gilt nach wie vor im gesamten Kreisgebietund soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten.

Regelungen im Sperrbezirk

Innerhalb des Sperrbezirks muss sämtliches Geflügel in einem geschlossenen Stall oder unter einer überstehenden, geschlossenen Schutzvorrichtung untergebracht werden. Halter müssen ihre Tierbestände dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen melden. Innerhalb des Sperrbezirks dürfen weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. Sowohl im Sperrbezirk als auch Beobachtungsgebiet werden die Bestände klinisch und risikoorientiert untersucht.

Fast zwei Millionen Tiere

Aktuell befinden sich im Sperrbezirk 176 Geflügelhaltungen mit insgesamt 896.206 Tieren. Davon haben 23 Betriebe über 10.000 Tiere und 25 Betriebe zwischen 1000 und 9999 Tiere. 23 Betriebe halten zwischen 100 und 999 Tieren und 105 Haltungen besitzen unter 100 Tiere.Im Beobachtungsgebiet gibt es 457 Geflügelhaltungen mit insgesamt 1.050.941 Tieren. Davon haben 30 Betriebe über 10.000 Tiere und 25 Betriebe zwischen 1000 und 9999 Tiere. 35 Betriebe halten zwischen 100 und 999 Tieren und 366 Haltungen besitzen unter 100 Tiere.

Was tun bei Verdacht auf Geflügelpest?

Verdachtsfälle auf Geflügelpest können beim Infotelefon des Kreises gemeldet werden: 05251/3083939 (Montag bis Freitag, 9-16 Uhr). Außerhalb dieser Zeiten können die Veterinäre des Kreises über die Kreisleitstelle unter der Telefonnummer 02955/76760 erreicht werden.

Werden außerhalb von Haltungen tote Wildvögel gefunden, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass sich unter der wilden Population der Virus verbreitet. Deswegen bittet der Kreis, große tote Wildvögelwie wildes Wassergeflügel, Greifvögel, Störche oder Kraniche zu melden. Die Tiere sollten nicht selbst angefasst werden, um eine unbeabsichtigte Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden. Totfunde können über das Infotelefon gemeldet werden oder per E-Mail unter veterinaeramt@kreis-paderborn.de.

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