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Aufstallungspflicht bleibt aber bestehen

Geflügelpest: Letzte Überwachungszone im Raum Delbrück/Hövelhof wird aufgehoben

Delbrück/Hövelhof

Die nach den Geflügelpest-Ausbrüchen im Kreis Gütersloh gezogenen Schutz- und Überwachungszonen gehören ab kommenden Sonntag, 27. November, offiziell der Vergangenheit an. Somit verschwindet auch die letzte Überwachungszone, die im Kreis Paderborn in den Stadtgebieten Delbrück und Hövelhof Gültigkeit hatte.

Die eingerichtete Überwachungszone wird aufgehoben. Foto: dpa

Hier waren verschiedene Maßnahmen angesetzt, um eine weitere Ausbreitung des Virus' zu verhindern. „Die Gefahr ist jedoch nicht vorbei“, macht Kreisveterinärin Dr. Elisabeth Altfeld deutlich. „Wir befinden uns leider immer noch mitten in einer Phase, in der es erfahrungsgemäß regelmäßig zu Ausbrüchen der Geflügelpest kommt.“ Der Erreger wird durch direkten Tierkontakt, durch indirekte Verschleppung zum Beispiel über Schuhe, Gerätschaften, Einstreu oder Futter, aber auch über die Luft übertragen, sodass sich eine Infektion rasch ausbreiten kann.

Betroffene Bestände müssen getötet werden. Die entsprechende Hygiene ist daher sehr wichtig. Schuhe sollten beim Betreten beziehungsweise Verlassen des Stalls gewechselt werden. Die Tiere sollten, auch dort, wo keine Aufstallpflicht gilt, nicht draußen gefüttert werden, um zu vermeiden, dass Kontakt zu Wildvögeln entsteht. Zudem sollte die Einstreu, falls sie draußen gelagert wird, geschützt vor Wildvögeln aufbewahrt werden.

Die für das Risikogebiet  – Gebiet nördlich der B1 und westlich der A 33 bis jeweils zur Kreisgrenze – geltende Aufstallpflicht bleibt mindestens bis zum 31. Dezember bestehen. Ob und wann diese aufgehoben werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung des Geflügelpestgeschehens ab.

Tierhalter sind auch weiterhin aufgefordert, ihre Bestände sorgfältig zu beobachten und bei Verdacht auf Geflügelpest umgehend den Hoftierarzt und die Veterinäre zu benachrichtigen. Zudem werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, verendete größere Wildvögel, Greifvögel, Rabenvögel und wildes Wassergeflügel dem Kreis Paderborn zu melden, damit die Tiere abgeholt und untersucht werden können. So kann früh festgestellt werden, ob der Erreger in der Region aktiv ist. Tote Wildvögel sollten nicht berührt oder transportiert werden, um eine mögliche und ungewollte Verbreitung des Erregers der Geflügelpest zu verhindern.

Innerhalb der Öffnungszeiten der Paderborner Kreisverwaltung sind die Veterinäre unter folgenden Telefonnummern zu erreichen: 05251/308-3952, 308-3953 oder 308-3900. Außerhalb der Dienstzeit sowie an Sonn- und Feiertagen sind die Veterinäre über die Leitstelle des Kreises erreichbar, Tel.: 02955/76760.

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