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Ausbruch der Tierseuche in Delbrück-Westenholz: hochansteckende Form des Virus bestätigt

Geflügelpest: Veterinäramt richtet Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet ein

Bei dem Geflügelpesterreger, der in einem Geflügelbestand in Delbrück-Westenholz nachgewiesen wurde, handelt es sich um die hochansteckende Form „Influenza Virus A Subtyp H5N8“. Das Veterinäramt des Kreises Paderborn hat einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet rund um den betroffenen Hof eingerichtet.

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Symbolbild. Foto: Arno Burgi/dpa

Bereits am Sonntag war, wie berichtet, in den Proben der Geflügelpesterreger H 5 nachgewiesen worden. Am Montag folgte das Laborergebnis des Friedrich-Loeffler-Instituts und damit die amtliche Bestätigung des Verdachts, dass es sich um die hochansteckende Form handelt. Das teilte der Kreis Paderborn am Montagabend mit.

Nach der Geflügelpestverordnung müssen der Radius von Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet zusammen mindestens zehn Kilometer betragen. Der Sperrbezirk entspricht in seiner Größe der Überwachungszone, die am Montag, 22. März per Allgemeinverfügung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse übergangsweise eingerichtet worden war. In dem Sperrbezirk, der bis in den Kreis Gütersloh hineinreicht, befinden sich 109 Geflügelbetriebe, in denen rund 648.000 Stück Geflügel gehalten werden.

Am Montagmorgen sind die rund 30.000 Legehennen des betroffenen Geflügelbestandes getötet und entsorgt worden. Die angeordneten Schutzmaßnahmen sollen verhindern, dass der Geflügelpesterreger sich weiter ausbreitet.

Grubebachstraße ab 13 Uhr gesperrt

Die Stadt Delbrück weist darauf hin, dass die Grubebachstraße an diesem Dienstag ab 13 Uhr voll gesperrt werden muss. Grund hierfür sind Maßnahmen im Rahmen der aufgetretenen Geflügelpestfälle. Die Sperrung erfolgt zwischen der Abfahrt von der B64 und der Einfahrt zum Gewerbegebiet Grubebachstraße. Der Verkehr muss über die Westenholzer Straße umgeleitet werden. Die Sperrung wird im Laufe des Abends wieder aufgehoben.

Innerhalb des Sperrgebiets muss sämtliches Geflügel in einem geschlossenen Stall oder unter einer überstehenden, geschlossenen Schutzvorrichtung untergebracht werden. Die Aufstallpflicht gilt nach wie vor im gesamten Kreisgebiet und soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten. Halter müssen ihre Tierbestände dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen melden. Innerhalb des Sperrbezirks dürfen weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. Sowohl im Sperrbezirk als auch Beobachtungsgebiet werden die Bestände klinisch und risikoorientiert untersucht.

Der Kreis Paderborn rät: Sofern noch nicht geschehen, sollten alle Geflügelzuchtbetriebe, auch Hobbyhalter, ihre Bestände bei der Tierseuchenkasse NRW melden, um im Ernstfall finanziell entschädigt zu werden.

Bei Verdacht auf Geflügelpest sollte umgehend das Veterinäramt unter 05251/3083939 kontaktiert werden (Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr). Außerhalb dieser Zeiten des Infotelefons können die Veterinäre über die Kreisleitstelle unter der 02955/76760 erreicht werden.

Die Karte zeigt rot markiert die Grenzen der Überwachungszone. Die lila gefärbte Linie ist die Kreisgrenze zwischen den Kreisen Paderborn und Gütersloh. Der Sperrbezirk entspricht in seiner Größe der Überwachungszone. Foto: Kreis Paderborn
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