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Nicht nur das Delbrücker Hallenbad, auch die Flächen drumherum werden saniert

Kein Stein bleibt auf dem anderen

Delbrück (WB). Mehr als sieben Millionen Euro kostet die immer noch laufende Totalsanierung, Modernisierung und Erweiterung des Hallenbades am Nordring. Parallel dazu gestaltet die Stadt Delbrück aktuell die rund 3000 Quadratmeter großen Außenanlagen komplett um, verbunden mit einem Teilumbau des Nordrings. Kostenvolumen dafür: 785.000 Euro.

Jürgen Spies

Teilansicht der insgesamt etwa 3000 Quadratmeter großen Außenanlagen samt Parkplatz am Hallenbad, hier ein Blick auf den Vorplatz zum Nordring hin. Komplett umgestaltet wird ferner der Eingangsbereich an der Ostseite des Gebäudes. Foto: Jürgen Spies

Vor dem Hallenbad und an der lang gestreckten Seite des Eingangsbereiches ist in den vergangenen Wochen buchstäblich kein Stein auf dem anderen geblieben. Allein die grundlegende Erneuerung der Außenanlagen schlägt mit einer halben Million Euro zu Buche. Planung und Umsetzung aller Maßnahmen hat der Fachbereich Bauen und Planen der Stadtverwaltung Delbrück übernommen, so dass bis auf Vermessungskosten keine Nebenkosten anfallen und dadurch mehrere zehntausend Euro eingespart werden können. Die Planung liegt in den Händen von Edgar Heidgerken.

64 Parkplätze für Pkw entstehen

Auf dem Vorplatz, der einen neuen Unterbau bekommen hat (Schotterplanum und Geogittermatten über dem gewachsenen Erdreich), stehen künftig 64 Pkw-Stellplätze (bisher 45) zur Verfügung. Die bisherige Diagonalaufstellung der Stellplätze entfällt zugunsten einer klaren Gliederung des Platzes, die Breite der einzelnen Parkplätze wächst zeitgemäß auf bequeme 2,70 Meter und liegt damit deutlich über dem vorgeschriebenen Mindestmaß.

Wohnmobil-Stellplätze

Am Hallenbad entstehen auch acht Stellplätze für Wohnmobile. Kostenpunkt: rund 80.000 Euro. »Für die Platzanlage müssen wir eine Frischwasserzapfsäule und eine Schmutzwasserentsorgungssäule bauen«, erläutert Bauamtsleiter Heinz Drüke. Bewerben und vermarkten will die Stadt die Wohnmobilstellplätze über einen Tages-Festpreis, in dem alle Leistungen enthalten sind. Den Preis können Nutzer im Hallenbad, das von 6 Uhr an geöffnet sein wird, entrichten.

Farblich etwas vom Standard-Grau der Pflasterung abgesetzt, markieren dunklere Porphyr-Natursteine die einzelnen Parkboxen. Direkt neben dem Hallenbad­eingang werden Behindertenparkplätze angelegt. Ferner gibt es künftig Stellplätze mit öffentlich geförderten Ladestationen für Elektroautos.

Der Vorplatz ist so konzipiert, dass eine Umfahrt/Wendeschleife für Busse entsteht. Als Ersatz für die zu Baubeginn abgeholzten Bäume und Büsche werden einige neue Bäume gepflanzt. Eine leicht abgesenkte Rasenfläche dient bei Starkregenereignissen als Regenrückhaltebecken. Erneuert werden defekte Regenwasserkanäle, es gibt drei neue Schächte und Einläufe, außerdem muss ein Teil des Schmutzwasserkanals erneuert werden.

Der angrenzende Nordring wird in die Gesamtplanung inte­griert und zunächst in einem Abschnitt umgebaut. Die Kosten dafür belaufen sich auf 170.000 Euro. Die Fahrbahnbreite beträgt künftig 5,50 Meter (bisher: 7 Meter). »Diese Reduzierung kommt dem Gehweg an der südlichen Seite des Nordrings zugute«, erläutert Edgar Heidgerken in einem Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT.

Rote Radfahrstreifen werden abgefräst

Die völlig zerschlissenen, rot eingefärbten Radfahrstreifen werden bis zur Graf-Sporck-Straße abgefräst und nicht wieder ersetzt. Für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Schülerspezialverkehr (Schulbusse) ist am Nordring eine barrierefreie Haltestelle eingeplant. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) fördert die Bushaltestelle (35.000 Euro) zu 90 Prozent. Vorgesehen ist am Nordring außerdem ein neuer Fußgängerüberweg.

Völlig anders aussehen wird demnächst der große Freiraum links neben dem Hallenbadeingang. In diesem Bereich verhindert künftig eine Tiefendrainage samt Hebeanlage zum Regenwasserkanal, dass es nicht wieder zu Feuchteschäden durch Schichtenwasser am Hallenbadgebäude kommt.

Links vom Eingang können 30 Fahrräder an Bügelständern abgestellt und dort befestigt werden. Weiter hat Planer Heidgerken geschwungene Natursteinpflasterwege in der Grün­anlage sowie zahlreiche Sitzmöglichkeiten auf rot eingefärbten Betonfertigteilen – farblich abgestimmt zur Hallenbadfassade – vorgesehen.

Die kompletten Außenanlagen bekommen zudem eine neue Beleuchtung. Das gesamte Areal soll Ende August/Anfang September fertiggestellt sein.

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