1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Delbrueck
  6. >
  7. Kein verkaufsoffener Sonntag am 20. September

  8. >

Delbrücker Marketinggemeinschaft sagt Veranstaltung ab

Kein verkaufsoffener Sonntag am 20. September

Delbrück (WB). In der Ratssitzung am Donnerstag, 27. August (18 Uhr, Stadthalle), steht das Thema verkaufsoffene Sonntage auf der Agenda. Schon vor der Sitzung hat die Delbrücker Marketinggemeinschaft (Demag) am Mittwoch aber den ursprünglich für den 20. September geplanten verkaufsoffenen Sonntag wieder abgesagt.

Meike Oblau

Symbolfoto Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ursprünglich wollte die Demag wie berichtet für dieses Jahr noch vier verkaufsoffene Sonntage beantragen: trotz der Katharinenmarkt-Absage am 20. September sowie am 11. Oktober, am 8. November (Herbstfest und Schöninger Holz- und Energietage) und in der Vorweihnachtszeit am 6. Dezember.

Gestiegene Corona-Zahlen

In einem Schreiben hat der Demag-Vorstand, bestehend aus den Vorsitzenden Johannes Dunschen und Albert Hansel sowie der Geschäftsführerin Britta Kuboth, seinen Mitgliedsbetrieben nun mitgeteilt, dass auf den verkaufsoffenen Sonntag am 20. September, der eigentlich im Rahmen des Katharinenmarktes stattgefunden hätte, verzichtet wird. „Aufgrund der gestiegenen Corona-Zahlen in den letzten Tagen und der Abfrage in der Mitgliedschaft wurde im Vorstand der verkaufsoffene Sonntag am 20. September nochmal auf den Prüfstand gestellt. Nach langer, intensiver Diskussion haben sich die Vorstandsmitglieder entschieden, nach Abwägung verschiedener Argumente, diesen Sonntag nicht zu beantragen“, heißt es in dem Schreiben.

Auch der Bürgermeister hat große Bedenken

Hauptgrund sei die Fürsorge- und Vorsorgepflicht den Demag-Mitgliedern, Mitarbeitern und vor allem den Kunden gegenüber. Aber auch Bürgermeister Werner Peitz und Ordnungsamtsleiter Werner Mattiza hätten große Bedenken geäußert. Aufgrund des gesetzlichen Verbotes von Stadtfesten bis zum 31. Oktober sei es sehr wahrscheinlich, dass die Gewerkschaft Verdi einen Anlass zur Klage sehe. Verdi hatte bereits angekündigt, gerichtlich gegen alle verkaufsoffenen Sonntage in der Region vorgehen zu wollen.

„Wollen die Besucher nicht enttäuschen“

Schwierig seien zudem auch gesetzliche Vorgaben. So dürfen derzeit keine Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden, um zum Beispiel einen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen. Auch der Aufbau von Ständen würde nur an zwei Plätzen genehmigt. Es dürften höchstens vier Imbiss- und Getränkestände aufgebaut werden (ohne Alkoholausschank), Karussells sowie Kinderaktionen sind ebenfalls untersagt. „In unsren Augen kann daher die gewohnte hohe Qualität der bisherigen verkaufsoffenen Sonntage mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm nicht gehalten werden und somit die Erwartungshaltung vieler Besucher enttäuschen. Wir möchten die Marke ‚Delbrück‘ sowie den Slogan ‚Delbrück mag ich‘ nicht gefährden und ein entstehendes Negativimage auf jeden Fall vermeiden“, so der Vorstand weiter: „Leider überwiegen zurzeit die Argumente gegen eine Öffnung am 20. September.“

Startseite
ANZEIGE