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Brudermeister Bernhard Rodehutskors in Lippling mit Ehrenkreuz geehrt

Klaus-Dieter Wiebeler ist neuer Schützenkönig in Lippling

Delbrück-Lippling

Immer im Wechsel traten drei Lipplinger Schützenbrüder ans Gewehr und gaben Schuss um Schuss auf den schon sehr gerupften Vogel ab, doch dieser hielt sich eisern auf der Schraube. Mal stand er auf dem Kopf, mal drehte er sich um die Schraube. Seiner Flügel war er längst beraubt, doch aus dem Kugelfang stürzte er auch nicht. Mit der 154. Patrone beendete Klaus-Dieter Wiebeler um 13.40 Uhr des Ringen erfolgreich: Die Reste des Vogels stürzten unter lautem Jubel zu Boden.

Von Axel Langer

Der 154. Schuss machte Marita und Klaus-Dieter Wiebeler zum neuen Königspaar in Lippling. Zuvor hatten drei Schuss mit dem widerspenstigen Vogel gerungen, schließlich war es Klaus-Dieter Wiebeler, der die Reste aus dem Kugelfang fegte. Foto: Axel Langer

An der Seite von Klaus-Dieter Wiebeler (47) regiert Ehefrau Marita (36). Zur neuen Königsresidenz in der Osterloher Straße 7 gehört auch Tochter Lara (6). „Ich bin Vollblutlandwirt“, erklärte Klaus-Dieter Wiebeler mit Stolz. Der Landwirtschaftsmeister ist stellvertretender Kassierer der Lipplinger St. Hubertus Schützen. Geselligkeit ist genau sein Ding: Gemeinsam mit Marita Wiebeler ist er Mitglied mehrerer Stammtische. Marita Wiebeler ist als Projektassistentin bei der Bertelsmann-Stiftung tätig.

Schnell war das Ringen um die Prinzenwürden zum Auftakt des Lipplinger Vogelschießens beendet: Schon mit dem zweiten Schuss entriss Verena Heitmar dem Vogel das Fass. Mit dem 17. Schuss folgte der Apfel. Manuel Dübeler hatte ganz genau gezielt. Manuel Mückenhaupt traf mit dem 36. Schuss das Zepter und die 63. Patrone brachte schließlich die Krone zu Fall. Helmut Wiesing freute sich über seinen Volltreffer.

Mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz dankten Oberst Thomas Brake (links) und Bezirksbundesmeister David Steffens dem Brudermeister der Lipplinger Schützen, Bernhard Rodehutskors (Mitte) für 29 Jahr engagierte Vorstandsarbeit. Foto: Axel Langer

Die Lipplinger Schützen eröffneten ihren letzten Schützenfesttag mit dem traditionellen Schützenfrühstück im Festzelt. „Es macht Spaß wieder zum Schützenfrühstück zu kommen. Der Neustart ist gelungen“, unterstrich Bezirksbundesmeister David Steffens. Er bat Brudermeister Bernhard Rodehutskors zu sich auf die Bühne. Dieser folgte sichtlich überrascht und geradezu sprachlos der Bitte. Seit der Gründung der Lipplinger Schützen im Jahr 1990 ist er Mitglied der Schützen. Bereits 1993 übernahm er als Jungschützenmeister Verantwortung.

„Schon in frühen Jahren war zu sehen, mit welcher Leidenschaft Bernhard Rodehutskors dem Schützenwesen zugeneigt ist“, so David Steffens in seiner Laudatio. 1999 wurde der heutige Brudermeister zum Platzmajor gewählt. Neun Jahre füllte er diese Aufgabe pflichtbewusst und mit handwerklichem Geschick aus, ehe er 2008 das Amt des Brudermeisters von Josef Dübeler übernahm.

„Bernhard Rodehutskors motiviert seine Vorstandskollegen seit vielen Jahren und geht selber mit einzigartigem Elan voran. Dies gilt besonders für das 25-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2015. Unter der Führung von Bernhard Rodehutskors wurde vier Tage lang ein tolles Fest gefeiert“, betonte David Steffens, der unterstrich, dass Bernhard Rodehutskors in seinen 29 Jahren Vorstandsarbeit eine absolute Stütze des Vereins geworden ist. „Aufgrund deiner besonderen Verdienste für die Schützenbruderschaft aber auch für Lippling verleihe ich heute das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz“, tauschte David Steffens beim Brudermeister die Krawatte gegen das Ehrenkreuz.

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