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So viele Teilnehmer wie noch nie bei der 72 Kilometer langen Mofaausfahrt

Mit 25 km/h durchs Delbrücker Land

Delbrück

Strahlende Gesichter gab es bei den Delbrücker Mofafreunden: Mit fast 200 Teilnehmern konnte bei der dritten Mofaausfahrt ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden. „Wir hätten nie und nimmer mit so großem Zuspruch gerechnet. Aus dem ganzen Kreisgebiet und teils darüber hinaus haben sich Mofafahrer angemeldet“, freute sich der Präsident der Mofafreunde, Mike Hamschmidt.

Die Puch Piraten aus Geseke gehörten auch zu den knapp 200 Teilnehmern der dritten Mofaausfahrt der Delbrücker Mofafreunde und nahmen die 72 Kilometer lange Strecke durch alle Delbrücker Ortsteile vom Parkplatz Laumes Kamp in Angriff. Auf dem Anhänger waren Ersatzkanister und für den großen Notfall wohl auch noch ein Bobbycar- auf jeden Fall war aber ganz viel gute Laune mit an Bord. Foto: Axel Langer

Puch, Kreidler, Herkules, Vespa oder Simson – bei den Zwei- oder gar Dreirädern war alles vertreten, was bis 500 Kubikzentimetern Rang und Namen hat. „Wir haben eine 72 Kilometer lange Strecke durch das Delbrücker Land ausgearbeitet. Da wird der eine oder andere nachtanken müssen, aber darauf sind die Fahrer vorbereitet und unser Pannenfahrzeug kann notfalls auch Hilfestellung geben“, sagte Vizepräsident Michael Lücke.

Nach und nach trudelten die Mofas, Roller Mokicks auf dem Parkplatz Laumes Kamp ein. Mit orangenen Westen war die Tourleitung deutlich sichtbar. „Wir entzünden noch eine Kerze und hoffen, dass alle heile am Ziel ankommen“, so Heiner Horenkamp und dann ging es los.

Der Laumes Kamp wurde in eine bläuliche Wolke Zweitaktgemisch gehüllt und über die Boker Straße ging es über Anreppen, Bentfeld nach Boke, wo an der Lippegrundschule der erste Stopp anstand. Über Sudhagen, Westenholz ging es nach Nordhagen zum zweiten Stopp bei der Familie Kückmann an der Straße „Walde“.

Mit der Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern ging es anschließend über Schöning, Lippling, Steinhorst, Ostenland und Delbrück zum Ziel im Gewerbegebiet Kaunitzer Straße. Auf dem Gelände der Firma OGR standen Grill- und Getränkestände für die Teilnehmer parat. Kaum einer der Mitfahrer strich vor dem Ziel die Segel. „Das zeigt, dass die Menschen raus wollen und ein solches Angebot genießen. Die unterschiedlichsten Generationen waren als Fahrer dabei. Auch bei den Mofas waren die verschiedensten Gefährte dabei. Das ist einfach cool“, freute sich Mike Hamschmidt.

Auch mehrere Dreiräder der Marke Piccolo Duo nahmen an der Mofaausfahrt Teil. Das eigentlich als mobiler Krankenfahrstuhl in der früheren DDR konzipierte Duo wurde zwischen 1961 und 1991 gebaut und genießt inzwischen Kultcharakter. Foto: Axel Langer

Zu den auffälligsten Gefährten gehörte auch das Piccolo Duo. Ein von 1961 bis 1991 vom VEB Fahrzeugbau und Ausrüstungen Brandis gebautes, motorisiertes, dreirädriges Krankenfahrzeug. Das Duo wurde weitgehend aus leicht veränderten Teilen der Simson Schwalbe gebaut, was auch Ursache für die Bezeichnung als Simson Duo sein dürfte. Der motorisierte Krankenfahrstuhl erhielt 1970 sein endgültiges Aussehen, das bis 1991 kaum verändert wurde. Manche Duo´s verfügen über ein Verdeck als Wetterschutz sowie über Seitentüren. Übrigens wird seit 1992 im niedersächsischen Emsen auf einem Rundkurs mit zu durchfahrendem Wasserloch eine Duo-Weltmeisterschaft ausgefahren. Gleich vier der seltenen Gefährte nahmen die 72 Kilometer rund um Delbrück in Angriff.

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