1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Delbrück
  6. >
  7. Modernisierung von Sportstätten: Staatssekretärin Milz in Delbrück zu Gast

  8. >

Förderprogramm des Landes soll in der nächsten Legislaturperiode fortgesetzt werden

Modernisierung von Sportstätten: Staatssekretärin Milz in Delbrück zu Gast

Delbrück-Lippling

Vor drei Jahren stellte das Land NRW 300 Millionen Euro für die Modernisierung von Sportstätten im ganzen Land zur Verfügung. „Eine der Besonderheiten des Programms war, dass die Sportverbände und die Sportvereine selber den Einsatz der Fördergelder entschieden haben. Das hat auf vielen Ebenen neue Kommunikationswege in Gang gesetzt. Vielen Dank, dass sie diese Herausforderung angenommen haben“, betonte jetzt NRW-Staats­sekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, die am Dienstag exemplarisch für die Projekte im Kreis Paderborn der Tennisanlage des FC Westerloh-Lippling einen Besuch abstattete.

Von Axel Langer

Exemplarisch für die aus dem Programm „Moderne Sportstätten“ geförderten Maßnahmen im Kreis Paderborn nahm die zuständige NRW-Staatssekretärin Andrea Milz die Tennisanlage des FC Westerloh-Lippling/FCW in Augenschein. Mit dabei waren (von links): Lisa Frintrup (Kreissportbund), Stefan Klett (Präsident des Landessportbundes), Ralf Pahlsmeier (Kreissportbund), Thoms Hänsdieke (Vorstandsmitglied der FCW-Tennisabteilung), der stellvertretende Landrat Hans-Bernd Jansen, der Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer, Staatssekretärin Andrea Milz, der Landtagsabgeordnete Daniel Sieveke, Katja Heesen (NRW-Bank) und Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Axel Langer

Für 26.000 Euro erhielten die drei Tennisplätze des FC Westerloh-Lippling eine neue Bewässerungsanlage. Waren die Ascheplätze bislang auf Beregnung aus dem Trinkwassernetz angewiesen, kommt nach dem Umbau Regenwasser zum Einsatz.

Die Tennisanlage in Lipp­ling ist in den vergangenen 30 Jahren Schritt für Schritt gewachsen. „Wir haben vor einigen Jahren schon die Heizung von Elektro auf Nahwärme aus der Biogasanlage umgestellt, dann kam noch die Umstellung der Bewässerung hinzu“, unterstrich beim Ortstermin Thomas Hänsdieke, Vorstandsmitglied der FCW-Tennisabteilung.

Dazu verwandelte sich die Tennisanlage im vergangenen Jahr in eine große Baustelle; die Umbauarbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt. Für Andrea Milz war der doppelte Nutzen des Umbaus ein Argument für ihren Besuch in Lippling. „Es gibt auch im Kreis Paderborn Projekte mit weitaus höherer Fördersumme. Aber hier wird über den Tellerrand des Sports hinausgeblickt und der Stadt geholfen, Trinkwasser zu sparen“, zeigte sich An­drea Milz an der Umstellung der Bewässerungsanlage sehr interessiert.

Der stellvertretende Landrat Hans-Bernd Jansen war vom Einsatz und der Leidenschaft im Ehrenamt der Lipplinger beeindruckt.

Das Thema Trinkwasserverbrauch ist für Bürgermeister Werner Peitz ein wichtiges Thema: „Wir dürften in Delbrück aktuell nicht mehr Wasser fördern. Weiterführende Anträge sind gestellt, außerdem ist eine Kooperation mit Gelsenwasser geplant“, hat Peitz mit der Stadtverwaltung auf die Engpässe im Trinkwassernetz im Delbrücker Land reagiert.

Der Bürgermeister dankte beim Ortstermin in Lippling für den verantwortungsvollen Umgang mit den Fördergeldern.

Nach Worten des Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer richtet sich die Höhe der Fördersumme nach der Einwohnerzahl der Kommune. So erhielten beispielsweise Paderborn über zwei Millionen Euro, Delbrück rund 432.000 Euro.

In Delbrück wurden zunächst die Wünsche der Vereine abgefragt. „Wir haben uns dazu entschlossen, jeweils 50 Prozent der Maßnahme zu fördern, so dass die Fördergelder quasi verdoppelt wurden“, erläuterte Bernhard Hoppe-Biermeyer das Konzept.

Die neuen Kommunikationswege und die damit verbundenen Chancen lobte Ralf Pahlsmeier vom Kreissportbund (KSB) Paderborn. Und über die Vielfalt der geförderten Maßnahmen freute sich der Landtagsabgeordnete Daniel Sieveke.

Als „Segen für den organisierten Sport in Nordrhein-Westfalen mit 18.000 Vereinen und fünf Millionen Mitgliedern“ bezeichnete Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes, das Programm „Moderne Sportstätten“.

Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) kündigte für die nächste Legislaturperiode eine Fortsetzung des Förderprogramms an.

Startseite
ANZEIGE