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An der Delbrücker Gesamtschule laufen die Umbauarbeiten

Neues Farbsystem weist den Weg

Delbrück (WB). „Wir brauchen insgesamt 4000 Quadratmeter Platz, entweder für die Gesamtschule oder ein Rathaus. So entstand seinerzeit die Idee, ein neues Rathaus zu bauen und das Verwaltungsgebäude in der Marktstraße für die Gesamtschule umzubauen“, erläuterte Bürgermeister Werner Peitz auf einem Pressetermin, zu dem die Stadt Delbrück eingeladen hatte, die Hintergründe für die Umbauarbeiten in der Marktstraße 6. Erste, bereits sanierte Bereiche hat die Gesamtschule mit Schuljahresbeginn in Betrieb nehmen können. Der Umbau kostet rund 1,63 Millionen Euro.

Erste Bereiche der ehemaligen Stadtverwaltung können bereits durch die Gesamtschule genutzt werden. Bis zum Ende der Herbstferien werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Yvonne Albers, Projektleiterin im Fachbereich Bauen und Planen (sitzend von links), Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, Bürgermeister Werner Peitz, Markus Hückelheim, Fachbereichsleiter Bauen und Planen sowie Manuel Tegethoff, Fachbereichsleiter Bildung, Sport, Kultur und die Architekten Dominik Just und Wolfgang Just zeigen sich zufrieden. Foto: Axel Langer

Ursprünglich war geplant, dass die Gesamtschule bereits nach den Sommerferien sämtliche Räumlichkeiten in der Marktstraße nutzen könne, doch zusätzliche Arbeiten an Elektroleitungen und einer Sprechanlage für Notfälle verzögerten die Arbeiten. Erste Bereich stehen nun zur Verfügung, mit Ende der Herbstferien werden dann alle Räume übergeben. So lange werden die Schüler das Gebäude durch zwei Seiteneingänge betreten. Rechtzeitig wurden die Räume für die neue Oberstufe fertiggestellt. „Durch den Umbau verfügt die Gesamtschule auch über Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise die Digitalisierung“, freut sich die Leiterin der Gesamtschule, Theresa Diekmann-Brusche, über die neuen Möglichkeiten für die aktuell 1238 Schüler.

Schon an der Fassade lässt sich die Veränderung ablesen: Das frühere Schild „Rathaus“ wurde entfernt und durch ein Schild „Gesamtschule Delbrück“ ersetzt, und auch im Inneren wurde schon fleißig Hand angelegt. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen umfassten Elektro- und Sanitärarbeiten, drei Viertel des Gebäudes erhielt einen neuen Fußboden. Wände wurden versetzt oder durch mobile Trennsysteme ersetzt, ein neues Farbkonzept wird künftig die Orientierung erleichtern. Ein besonderer Fokus lag beim Umbau auf der Barrierefreiheit der Gesamtschule. Zwei neue Hebeplattformen im Erd- und im Obergeschoss sowie eine Rampe im Übergang der alten Volksschule und dem Anbau aus den 60er Jahren ergänzen den vorhandenen Fahrstuhl. Um die Barrierefreiheit zu ermöglichen, wurden gut 40.000 Euro investiert.

Architekt Dominik Just (links) und Yvonne Albers (Stadtverwaltung) erläutern das neue Farbkonzept, dass im Bereich der früheren Realschule teilweise bereits realisiert wurde. Foto: Axel Langer

Das ehemalige Standesamt im Erdgeschoss und die darüber befindlichen Teile des früheren Sozialamtes wurden in zwei Selbstlernzentren umgewandelt. Teilweise können die jeweils 120 Quadratmeter durch flexible Trennsystem in kleinere Einheiten unterteilt werden. In den Räumen des früheren Bürgerbüros entstanden Gruppen- und Verwaltungsräume. Im ersten Obergeschoss finden außerdem eine Bibliothek, Gruppen- und Kursräume sowie die Abteilungsleitung der Oberstufe Platz. Die Schulleitung, Schulsozialarbeit, Besprechungsräume und Teamzimmer halten ins zweite Obergeschoss, früher Fachbereich Bauen, Einzug.

Mit dem Umbau einher geht auch eine Modernisierung der Technik. So haben vier Klassenräume im ehemaligen Volksschulgebäude keine Tafel mehr. Die Wände wurden mit beschreibbarer Whiteboardfarbe gestrichen. Eine der Wände ist mit einer Magnetspachtelung unter dem Farbanstrich versehen. Die vier Räume werden zusätzlich mit je zwei Beamern ausgestattet. Die Kosten für Gestaltung und Technik belaufen sich auf knapp 18.000 Euro.

Weitere Umbaumaßnahmen haben im ehemaligen Realschulgebäude im Driftweg stattgefunden. Ein neues Farbsystem wurde zur Orientierung eingeführt. Decken und Fußböden des Verwaltungsbereichs wurden für knapp 203.000 saniert. „Damit liegen wir um 247.000 Euro unter den veranschlagten Kosten“, so Markus Hückelheim, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen. „Mit dem Umbau haben wir nun die Möglichkeit, einen Schulcampus zu entwickeln. So könnte an die Stelle des Lehrschwimmbeckens eine Zweifach-Turnhalle mit einem Begegnungszentrum für Vereine und den Jugendtreff treten“, blickt Werner Peitz schon nach vorne.

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