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Schlepperfreunde Ostenland erwarten rund 70 alte Trecker

Oldies sind tuckernde Lieblinge

Delbrück (WB/al). Betagte Trecker, Schlepper und sonstiges landwirtschaftliches Gerät: Was früher manchmal verschrottet wurde oder unbeachtet in Scheunen verstaubte, was den Anschein trug, so alt zu sein, dass man damit nichts mehr groß anfangen kann, erfährt seit etwa 20, 25 Jahren wieder große Wertschätzung.

Freuen sich auf ihren Saisonauftakt mit einer Ausfahrt am Pfingstmontag: Frank Fortmeier (von links), Josef Balsmeier und Willi Austenfeld, Mitglieder der Schlepperfreunde Ostenland. Weitere Teilnehmer sind willkommen Foto: Axel Langer

Auch in Ostenland: 2012 machten sich die noch frisch als Schlepperfreunde Ostenland gegründeten Freunde alter Traktoren erstmals auf den Weg zu einer Ausfahrt. Heute lockt die Ausfahrt unter dem Dach des Heimatvereins bis zu 70 alte Traktoren an. Für die Ausfahrt in diesem Jahr haben Willi Austenfeld, Josef Balsmeier und Frank Fortmeier wieder eine Route zusammengestellt, die diesmal »in den westlichen Teil von Ostenland in Richtung Lipp­ling führt«, berichtet Frank Fortmeier.

Los geht es am Pfingstmontag, 21. Mai, um 14 Uhr vom Sport- und Kulturzentrum aus. An der Ausfahrt können Oldtimer und ältere Trecker teilnehmen. Bei gutem Wetter hoffen die Schlepperfreunde wieder auf einige Dutzend Gleichgesinnte, die sich mit ihren Gefährten auf die Strecke begeben. Die Ausfahrt klingt am Sport- und Kulturzentrum aus.

Stetig wachsendes Interesse

Die Ostenländer Schlepperfreunde freuen sich – wie zahlreiche andere Oldtimertreckergruppen in der Region auch – über stetig wachsendes Interesse an der Restauration alter Landmaschinen. »In den Scheunen rund um Ostenland steht sicher noch so mancher Schatz unter Planen verborgen«, ist Willi Austenfeld überzeugt, dass noch nicht alle Schätze alter Landwirtschaftstechnik schon gehoben und restauriert sind.

Josef Balsmeier bringt seinen Eicher G 200 Kombi (Baujahr 1961) mit. Der blaue Traktor mit der typischen, blauen Pritsche gilt als Rarität. Von 1959 bis 1962 wurden lediglich 791 Exemplare gebaut.

Für die Rübenernte war der Eicher ideal

Im Januar 1969 war der Eicher G 200 als Gebrauchtfahrzeug aus zweiter Hand auf den Hof Balsmeier gekommen und versah lange und zuverlässig seinen Dienst. Besonders für die Rübenernte war der Eicher ideal; die Größe und einfache Bedienung der Pritsche bewährte sich hier jedes Mal. Bevor der »Oldie« quasi erneut das Licht der Welt erblickte, hatte er 20 Jahre in der Scheune gestanden. »Mein Vater Bernhard hatte ihn damals aussortiert, weil der Eicher einen Getriebeschaden hatte und das passende Ersatzteil nicht so schnell aufzutreiben war«, erinnert sich Josef Balsmeier. Als der 66-jährige den Eicher-Geräteträger 2013 wieder aus der Scheune holte, sprang dieser sofort an. Nach professioneller Aufbereitung ist der 20 PS-starke Kraftprotz heute wieder am Start und mit originalgetreuer Pritsche auf Achse.

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