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Delbrücker Repair-Café feiert im Januar Premiere und sucht noch Mitstreiter

Reparieren statt wegwerfen

Delbrück (WB). Es ist oft wie verhext. Gerade haben der Toaster, der Wasserkocher oder die Kaffeemaschine noch einwandfrei funktioniert und von jetzt auf gleich versagen sie ohne Vorankündigung den Dienst. Oft ist aber eine Reparatur der Geräte viel zu teuer oder scheint erst gar nicht möglich, weil sie nicht mehr aufzuschrauben sind.

Unterstützen das Reparatur-Café (von links): Heinfried Klefoth, Waltraut Schnupp (Initiatoren des Projekts), Pfarrerin Gabriele Hische, Friedel Beckmann, Peter Teschner (beide Vorstand des Seniorenbeirats), Klimaschutzmanagerin Heike Paesel und die Familienbeauftragte Rita Köllner. Foto:

Der defekte Gegenstand wird durch eine Neuanschaffung ersetzt. Um dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben, wurden die sogenannten »Repair-Cafés« oder auch »Reparatur-Cafés« in den Niederlanden ins Leben gerufen. In Deutschland gibt es sie bereits 750 Mal.

Nun soll auch in Delbrück ein Reparatur-Café entstehen. Im evangelischen Gemeindezentrum am Driftweg 31a wird am 12. Januar von 14 bis 17 Uhr ein Schnuppertag stattfinden. Danach öffnet das Café regelmäßig jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Weitere ehrenamtliche Helfer werden noch gesucht!

Heike Paesel

»In einer Wegwerfgesellschaft wie der unseren haben viele Dinge keinen Wert und werden entsorgt. Wir werden versuchen, diese defekten Elektrogeräte wieder zu reparieren«, erklärt Heinfried Klefoth, Elektromeister und Initiator des Delbrücker Reparatur-Cafés. Interessierte können ihre defekten oder funktionsuntüchtigen Kleingegenstände von zuhause mitbringen. Bei Kaffee und Kuchen und unter Mitarbeit der Gäste werden sie dann repariert. Und wer nichts zu reparieren hat, trifft nette Leute im Café und verbringt eine angenehme Zeit bei einer Tasse Kaffee oder Tee und Kuchen oder hilft jemand anderem bei der Reparatur.

»Kaum etwas schont die Umwelt und das Klima mehr als der Verzicht auf unnötige Güter sowie eine möglichst lange Nutzung bestehender Ressourcen. Das gilt meist sogar, wenn neue elektrische Geräte eine bessere Energiebilanz als das Altgerät aufweisen, denn die Neuproduktion ist ex­trem energieintensiv, und wertvolle Rohstoffe werden verbraucht«, erläutert Klimaschutzmanagerin Heike Paesel die Bedeutung des Projekts.

Angebote des Reparatur-Cafés sind kostenlos

Auch der Seniorenbeirat der Stadt Delbrück unterstützt das Projekt. »Wir werden in den kommenden Wochen aktiv für das Projekt werben, da ja auch viele Senioren und Seniorinnen in ihrem Berufsleben handwerklich gearbeitet haben. Sie können in diesem Projekt ihr Fachwissen nutzbringend weitergeben«, sagen Peter Teschner und Friedel Beckmann aus dem Vosrtand.

Die Angebote des Delbrücker Reparatur-Cafés sind kostenlos. Spenden werden von den Organisatoren jedoch gerne entgegengenommen, um Werkzeuge und Material, aber auch Kaffee und Zutaten für Kuchen kaufen zu können, die ebenfalls ehrenamtlich gebacken werden.

Wer ehrenamtlich mithelfen möchte oder weitere Informationen zum Projekt wünscht, meldet sich bei der Stadt Delbrück unter 05250/996-281 (Rita Köllner), 05250/996-247 (Heike Paesel) oder direkt beim Initiator Heinfried Klefoth unter der Nummer 05250/9988287.

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