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Ortsdurchfahrt: Umfangreiche Maßnahmen in vier Bauabschnitten kosten 1,4 Millionen Euro

Sanierung in Delbrück-Ostenland dauert bis Dezember

Delbrück-Ostenland

Die Ortsdurchfahrt in Ostenland wird in den kommenden Monaten auf einer Länge von mehr als 1,2 Kilometern umfassend vom Kreisstraßenbauamt saniert. Gleichzeitig nutzt die Stadt Delbrück die Öffnung der Straße, um Kanäle und Anschlussleitungen entlang der Ortsdurchfahrt zu sanieren.

Ein Relikt aus den 80er Jahren ist das in der Ortsdurchfahrt verlegte Pflaster, das aufgrund der Verkehrsbelastung vielfach nicht mehr stabil im Verbund liegt, deswegen klappert und entsprechende Geräusche macht – hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr. Die Pflastersteine werden gegen Asphalt ausgetauscht, was aber nur einen Teil des gesamten Sanierungsprogramms ausmacht. Foto: Jürgen Spies

„Wir haben uns für diese gemeinsame Baumaßnahme zusammengeschlossen und koordiniert, um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten“, erklären Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz und Martin Hübner, Dezernent des Kreises Paderborn.

Die Sanierung, die am Montag startete, soll bis Mitte Dezember dieses Jahres abgeschlossen werden.

Die Asphaltdecke der Ortsdurchfahrt wird grundlegend erneuert. Zeitgleich werden weitere Arbeiten durchgeführt, die die Ortsdurchfahrt sicherer und bürgerfreundlicher gestalten. So können sich die Anwohnerinnen und Anwohner nach der Sanierung über einen ruhigeren Straßenbelag freuen. Aktuell bestehen Teile der Ortsdurchfahrt – wie berichtet – aus Pflastersteinen, die ein ständiges Klappern erzeugen, wenn ein Auto darüberfährt.

Die Pflastersteine werden nun durch Asphalt ersetzt. Die Einmündungen der Nebenstraßen werden neugestaltet als sogenannte Gehwegüberfahrten. „Dies erhöht die Sicherheit für die Fußgängerinnen und Fußgänger, da die Aufmerksamkeit der abbiegenden Autofahrer auf den vorhandenen Gehweg und damit auf die entlanglaufenden Fußgänger gerichtet wird“, erläutert der stellvertretende Amtsleiter des Kreisstraßenbauamtes, Frank Albers.

Auf der Ortsdurchfahrt gibt es für Fußgänger sowie Radfahrer insgesamt vier Überquerungshilfen, die der Kreis barrierefrei umbaut. Ferner wird die Stadt Delbrück im Zuge der Baumaßnahme zwei Bushaltestellen barrierefrei umbauen. Die umfangreiche Maßnahme wird in vier Bauabschnitte unterteilt.

Am Montag starteten die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Ostenland. Markus Hückelheim (Fachbereichsleiter Bauen und Planen der Stadt Delbrück), Bürgermeister Werner Peitz und Kreisdezernent Martin Hübner (von links) informierten über die Baumaßnahmen. Foto: Kreis Paderborn/Frank Albers

Bauabschnitt 1

Der erste Bauabschnitt umfasst die Mühlensenner Straße vom Kreisel Mühlensenner/Hövelhofer Straße bis zur Kreuzung Osterloher Straße. Der Abschnitt muss für diese Zeit für die Autofahrer beidseitig gesperrt werden. Die Umleitung über die Hövelhofer Straße und die Osterloher Straße wird ausgeschildert. Der Parkplatz des Frischemarktes, der in diesem Bauabschnitt liegt, ist für Kunden und Zulieferer anfahrbar.

Das Kreisstraßenbauamt wird von der Osterloher Straße aus eine provisorische Zufahrt anlegen. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt sollen planmäßig im Juni beendet sein.

Gemeinsam hatten Kreis und Stadt eine Bürgerversammlung geplant, um die Ostenländer im Detail über die Sanierung ihrer Ortseinfahrt zu informieren. Aufgrund der Corona-Pandemie musste diese Versammlung ausfallen. „Stattdessen geben wir den Bürgerinnen und Bürger während der gesamten Baumaßnahme die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen einmal wöchentlich mit den Verantwortlichen von Kreis und Stadt sowie der Bauleitung persönlich zu besprechen“, so Peitz und Hübner. Jeden Dienstag ist daher das Baubüro auf der Baustelle ab 14.30 Uhr für die Bürger geöffnet.

Auch auf der Internetseite des Kreisstraßenbauamtes unter kreis-paderborn.de wird fortlaufend über die Baumaßnahme informiert.

Bauabschnitte 2 bis 4

Die Arbeiten am Bauabschnitt 2 sind von Juni bis August angesetzt. Für das Schützenfest vom 23. bis 25. Juli werden die Arbeiten unterbrochen. Die Arbeiten an diesem Abschnitt und den anschließenden Bushaltestellen sollen überwiegend während der Sommerferien ausgeführt werden. Der Bauabschnitt 2 umfasst den Kreuzungsbereich „Auf dem Haupte“ und „Osterloher Straße“.

Bauabschnitt 3 umfasst den südöstlichen Bereich der Kreisstraße K6 „Auf dem Haupte“ bis zum Ortsausgang in Fahrtrichtung Delbrück. Die Arbeiten sind vom August bis Oktober angesetzt und werden für das Bundesschützenfest vom 5. bis 15. September unterbrochen.

Der vierte und letzte Bauabschnitt umfasst den westlichen Bereich der Kreisstraße K6 „Osterloher Straße“ vom Kreuzungsbereich „Auf dem Haupte“/Osterloher Straße bis zum Ortsausgang in Fahrtrichtung Schöning. Diese Strecke wird von Oktober bis Mitte Dezember saniert.

Insgesamt kostet die Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Kreis 1,1 Millionen Euro. 70 Prozent davon werden durch Fördergelder finanziert. Die Arbeiten der Stadt sind mit rund 300.000 Euro angesetzt.

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