Der Ausbau der zentralen Schulbushaltestelle in Delbrück hat den Neubau der Pkw-Stellplatzanlage zur Folge

Schulgelände kommt in Bewegung

Delbrück

Im Zuge des geplanten barrierefreien Ausbaues der zentralen Schulbushaltestelle Schulzentrum an der Ladestraße für voraussichtlich 1,25 Millionen Euro, will die Stadt Delbrück den Neubau des Parkplatzes der Johannesschule direkt angrenzend um ein Jahr auf 2022 vorziehen. Kostenpunkt: voraussichtlich 225.000 Euro, inklusive Bepflanzung.

Jürgen Spies

So sieht der Parkplatz an der Johannesschule zur Zeit noch aus. Die Stellplatzanlage wird demnächst etwas weiter nördlich neu angelegt. Foto: Jürgen Spies

Der Bau- und Planungsausschuss sowie der als Rat tagende Haupt- und Finanzausschuss stimmten der Umsetzung der Planung zu.

Es handelt sich um eine Ersatzmaßnahme für die bestehenden Parkplätze, die wegen der notwendigen Vergrößerung der Schulbushaltestelle etwas Richtung Norden verschoben werden müssen. Die Mittel dafür waren im Investitionsplan zunächst für das Jahr 2023 veranschlagt worden. Umgesetzt werden soll der Bau nun im kommenden Jahr – wenn die Förderfähigkeit (Zuschussfrage) abschließend geklärt ist.

Denkbar sei für den Parkplatz auch eine sogenannte Vorsorgemaßnahme als Zwischenlösung, wodurch sich der Parkdruck an der Schule ohne Unterbrechungen auffangen ließe, berichtete Fachbereichsleiter Markus Hückelheim.

Ohnehin gibt es im Zusammenhang mit der Gesamtplanung noch weiteren Klärungsbedarf, und zwar zur Kreuzungsgestaltung Ladestraße/Graf-Sporck-Straße/Brenkenkamp sowie zur Signalisierung (Ampel) und deren Schaltung. Zu prüfen gelte es außerdem, ob alternativ auch der Umbau der Kreuzung, etwa als Minikreisverkehr, zielführend sein könnte. „Darüber hinaus steht ja auch der Straßenendausbau der Graf-Sporck-Straße bis zum Nordring noch aus“, sagte Hückelheim.

Teilansicht der Gesamtplanung an der Ladestraße, hier die Verlegung/Neuanlage des Parkplatzes (blau markiert) mit 37 Stellplätzen. Dafür müssen einige Bäume gefällt werden. Foto: Stadt Delbrück

Auf Anfrage von Sven Büdeker (Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke), ob es am Ende des demnächst neuen Parkplatzes Wendemöglichkeiten geben wird, sagt der Fachbereichsleiter, eine Umfahrung des Parkplatzes sei künftig nicht mehr möglich; das Wenden sei aber aufgrund der Abmessungen möglich.

Weiter brachte Büdeker zur Sprache, dass es an der Schule wohl Überlegungen gibt, einen Teil des Schulhofes durch Aufstellen einer Zaunanlage abschließbar zu machen. Ein Zaun an einer Stelle könne die Zugänglichkeit von anderer Stelle her aber eben nicht verhindern, wodurch die bekannten Probleme, beispielsweise Vandalismus, bestehen bleiben könnten. Hückelheim sagte dazu, über den Wunsch einer Zaunanlage seitens der Schulleitung müsse ohnehin separat entschieden werden.

Jonathan Gröne (Grüne) gab zu bedenken, dass ein Zaun möglicherweise das Interesse von „Besuchern“ in den Abendstunden ungewollt sogar noch steigern könnte. Gröne wollte ferner wissen, was mit den Bäumen im Bereich des jetzigen Parkplatzes und im nahen Umfeld passiere. Markus Hückelheim erklärte, dass Bäume für die Parkplatzanlage gefällt werden müssen, gerade im Zuwegungsbereich. Hier seien einige Bäume allerdings „eh nicht gut entwickelt.“ Es seien zwar Neuanpflanzungen geplant, aber ehe diese Bäume eine nennenswerte Größe haben, werde es naturgemäß etliche Jahre dauern.

Der größte und auffälligste Baum direkt vor dem Schulgebäude sei dagegen in die Planung integriert worden und soll möglichst erhalten bleiben.

Sachkundiger Bürger Jürgen Wrona (Delbrücker Unabhängige/DU) erkundigte sich nach der geplanten Beleuchtung für den Parkplatz und möglichen E-Ladestationen. Nach Angaben des Bauamtes wurden für den Parkplatz Beleuchtungskosten in Höhe von 15.000 Euro ermittelt, für den großen Bereich der zentralen Bushaltestellen sind es 45.000 Euro. Diese Kosten werden im Investitionsplan gesondert aufgeführt und sind grundsätzlich förderfähig.

Zur Möglichkeit von E-Ladesäulen hieß es, es könnten beim Bau der Parkplatzanlage dementsprechend Leerrohre verlegt werden.

Ob der langgestreckte Hügel samt Trampelpfad nördlich des jetzigen Parkplatzes künftig erhalten bleiben kann, ist noch nicht geklärt. Ausschussvorsitzender Markus Sandbothe (CDU) fragte, ob die Kinder bei Wegfall des Trampelpfades über den Parkplatz zur Schule laufen müssen. Der Wegfall des Erdwalls wäre schade, so Sandbothe.

Nach Angaben des Bauamtes werde es alternativ im Bereich der Haltestellen ausreichend Platz für Schulkinder geben, um gefahrlos zur Schule zu gelangen. Sollte der Trampelpfad wegfallen, hält es Fachbereichsleiter Hückelheim für zumutbar, dass die Kinder dann ein auch mal ein paar Meter mehr laufen müssen.

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