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Inner Wheel Club Paderborn unterstützt Projekte auch in Delbrück

Sorgenfresser für Regenbogenkinder

Delbrück/Paderborn

Um soziale Projekte auch in der Pandemiezeit, in der die meisten Aktivitäten aufgrund der Corona-Verordnungen entfallen mussten, unterstützen zu können, setzten die Frauen des Inner Wheel Clubs (IWC) Paderborn auf den Verkauf von Apfelsaft. Mit dem Erlös werden „Regenbogenkinder“ im Paderborner Land unterstützt.

Von Jürgen Spies

Präsidentin Gisela Päsch-Pilz, Schatzmeisterin Angelika Günnewig und Clubsekretärin Ingrid Eikel (von links) übergaben der Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin Lydia Willemsen (Zweite von rechts) den Erlös aus dem Apfelsaft-Projekt, außerdem „Sorgenfresser“-Plüschwesen für die Regenbogenkinder. Dem Leiter der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, Peter Rüther (rechts), dankten die Inner Wheelerinnen für die Unterstützung. Foto: Jürgen Spies

Die Damen des IWC (Leitgedanken: Freundschaft - Hilfsbereitschaft - Internationale Verständigung) folgten dem Vorschlag ihrer aktuellen Präsidentin Gisela Päsch-Pilz aus Delbrück: Sie ernteten im vergangenen Herbst mit Unterstützung der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne Äpfel auf Streuobstwiesen, ließen die Früchte pressen und vermarkteten den Saft für den guten Zweck. „Die Umsetzung des Projekts machte viel Freude, die Qualität des Safts und die Nachfrage stimmten, deshalb wollen wir die Aktion weiterführen“, so Gisela Päsch-Pilz.

Erste Bestellungen liegen schon vor

Für den Saft aus der Ernte 2022 liegen schon die ersten Bestellungen vor. Auch die nächste Präsidentin Barbara Burgwedel ist fest überzeugt vom „Inner Wheel Streuobstwiesen-Apfelsaft für gute Zwecke“.

Die Übergabe des Erlöses aus der Aktion 2021 an die Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin Lydia Willemsen, die sich um „Regenbogenkinder“, trauernde Kinder und Jugendliche im Paderborner Land, kümmert, die Eltern oder auch Geschwister durch Tod verloren haben, fand jetzt bei der Biologischen Station Senne in Delbrück-Ostenland statt.

Lydia Willemsen leitet seit vielen Jahren Trauergruppen und weiß aus Erfahrung: Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. „Regenbogenkinder” und auch „Seelenvögel” nennen sich die Kinder und Jugendlichen, die in der Gruppe erfahren, dass es anderen gleichaltrigen Betroffenen ähnlich geht. Sie lernen, mit ihrer Trauer umzugehen. Für die verschiedensten Aktionen und Hilfen steht der Erlös aus dem Apfelsaft-Projekt zur Verfügung.

Plüschwesen mit Hunger auf Sorgen

Gleichzeitig übergaben die Inner Wheelerinnen „Sorgenfresser“ an Lydia Willemsen. Diese kleinen Plüschwesen haben einen Reißverschluss-Mund und großen Hunger auf Sorgen. Die Kinder können ihre Sorgen aufmalen oder aufschreiben und in die Sorgenfresser stecken. Diese schlucken alles, was Kopf- und Bauchweh macht.

Dem Leiter der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, Peter Rüther, dankten die Inner Wheelerinnen mit einer kleinen Spende für die gute Unterstützung. Die Biologische Station setzt sich mit dem Projekt „Streuobstwiesen aktiv“ für den Schutz der Wiesen im südlichen Paderborner Land ein. „Damit auch künftig eine gute Ernte gesichert ist“, merkte Gisela Päsch-Pilz mit einem kleinen Augenzwinkern an.

Inner Wheel zählt weltweit mehr als 110.000 Mitglieder in 105 Ländern; der IWC ist überkonfessionell und nicht parteipolitisch gebunden, gegründet 1924 in England, der Dienst am Nächsten und die Freundschaft stehen im Vordergrund. Der 1984 gegründete Paderborner Club mit zurzeit 55 Mitgliedern unterstützt ehrenamtlich regionale, nationale und internationale soziale Projekte.

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