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Delbrücker Firma Henke unterstützt Hilfsprojekt des Kolpingwerkes in Ruanda – Anna Busch leitet Scheck weiter

Spende fließt in 24 Wassertanks

Delbrück

Im Jahr 2001 lernten sich die Delbrückerinnen Anna Busch und Regina Henke während der Präsentation einer großformatigen, farbenfrohen Plastik an der Sudhagener Straße kennen. Nicht das künstlerische Interesse der damaligen Oberstufenschülerinnen Anna Busch und Hannah Sigge stand im Vordergrund, sondern der Spendenaufruf für einen guten Zweck vor Ort.

Jürgen Spies

Regina Henke (rechts) überreichte Anna Busch den Spendenscheck der Firma Henke für das Wassertank-Projekt in Ruanda/Afrika. Für die beiden Delbrückerinnen war es jetzt das erste Wiedersehen seit dem Jahr 2001. Foto: Jürgen Spies

Das Anliegen, Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern, ließ Anna Busch seither nicht mehr los.

Aus dem damaligen Kunstprojekt „Nana“, eng angelegt an die Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930–2002), entwickelte sich die breit aufgestellte und in der ganzen Region bekannte Aktion „Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda“ im Rahmen des Kolpingwerks Bezirksverbände Paderborn/Büren Entwicklungshilfe.

Die Freude der beiden Frauen, sich nach fast 20 Jahren aus vergleichbarem Grund jetzt erstmals wiederzutreffen, war in der vergangenen Woche nicht zu übersehen. Gerne überreichte Regina Henke stellvertretend für die Firma Heinrich Henke Güterfernverkehr und Spedition GmbH & Co. KG einen Scheck über 5000 Euro. Der Betrag wird dem Kolpingprojekt „Wassertanks“ in Ruanda zugutekommen.

Dankend nahm Anna Busch, die sich seit vielen Jahren für Hilfsprojekte in dem ostafrikanischen Binnenland einsetzt, dafür Spendengelder sammelt und selbst schon mehrfach auf eigene Kosten dorthin reiste, den Scheck entgegen und berichtete, um was es beim neuen Projekt Wassertanks konkret geht.

Der Ort, in dem das Vorhaben realisiert werden soll, heißt Manyagiro. Das Städtchen im Norden der Repu­blik ist sehr hoch gelegen (über 2.600 Meter) und dicht besiedelt. Anna Busch: „Es gibt dort kein System, um Regenwasser aufzufangen. Es werden nur Löcher gegraben, die nur einen Bruchteil des Wassers auffangen können. Eine Frischwasserversorgung gibt es im Ort nicht. Da Wasser holen traditionell die Aufgabe der Frauen und Kinder ist, müssen sie immer mit Kanistern hinunter ins Tal laufen, um Wasser für die Haushalte zu holen.“

Nun will die örtliche Kolpingfamilie 24 Wassertanks (Stückpreis: umgerechnet 240 Euro; Fassungsvermögen: jeweils 3000 Liter) an den Häusern in Manyagiro aufbauen. Die Projektleitung vor Ort übernimmt Dancille Mujawamariya, Geschäftsführerin des Kolpingwerkes Ruanda und eine gute Bekannte der Delbrückerin. „Die Kolpingfamilie in Manyagiro hat für den Kauf der Tanks bislang ein Budget von 2000 Euro. Hinzu kommen jetzt die 5000 Euro der Firma Henke, die die Anschaffung erst möglich macht“, berichtet Anna Busch.

Wertvoller Nebeneffekt des Wassertankkaufs: Kinder und Frauen müssen künftig nicht mehr Wasser aus dem Tal herbeischaffen. Die Kinder können stattdessen lernen und spielen, die Frauen mehr auf den Feldern helfen oder auch mal etwas ausruhen. Damit in Manyagiro kein Neid aufkommt, wird das Trinkwasser mit den Nachbarn geteilt.

Die Firma Henke hat in diesem Coronajahr auf Präsente in der Adventszeit verzichtet. „Unser Betrieb ist zum Glück bisher von Coronafolgen nicht betroffen. Deshalb stellen wir gern diesen Spendenbetrag für das überzeugende Hilfsprojekt zur Verfügung“, betont Regina Henke.

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