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Dieses Ergebnis überrascht alle

Sponsorenlauf von Delbrücker Schulen bringt 40.000 Euro für die Ukraine

Delbrück

„Viele Menschen mussten aus ihrer Heimat in der Ukraine flüchten, weil sie dort nicht mehr leben können, weil ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage zerstört sind oder weil sei Angst vor Luftangriffen oder Kämpfen haben. Es ist ein tolles Zeichen der Verbundenheit, dass so viele Kilometer erlaufen wurden“, betonte Thomas Kempe, Lehrer am Delbrücker Gymnasium und neben der Klasse 9c, einer der Mitinitiatoren des Sponsorenlaufes.

Von Axel Langer

Den Lauf zugunsten von Geflüchteten aus der Ukraine unterstützten (vorne von links): Vanessa Golownitsch, Laureen Troja, Amy Meier sowie die Lehrer Thomas Kempe und Lisanne Pelzel. Von dem Einsatz der Schüler zeigten sich auch Schulleiter Stephan Gringard (hinten von links), Bürgermeister Werner Peitz und einige aus der Ukraine nach Delbrück geflüchtete Menschen. Ihren Respekt brachte auch Marion Gerson (hinten 4. von rechts), Leiterin der St. Marien-Grundschule. Foto: Axel Langer

Schüler des Gymnasiums, der Lippe-Grundschule Boke, der St. Mariengrundschule aus Delbrück sowie der Grundschule Ostenland sammelten fleißig Kilometer und hatten im Vorfeld Paten für ihren Lauf gesucht. Einige Tage später führte auch die Gesamtschule eine Sponsorenlauf durch. Das Gesamtergebnis ist absolut beeindruckend, wie auch Bürgermeister Werner Peitz unterstrich. Insgesamt rund 40.000 Euro wurden erlaufen.

Unter dem Motto „Delbrück läuft nach Kiew“ sollte die Distanz zwischen Delbrück und Kiew von rund 1.800 Kilometern erlaufen und erwandert werden. „Der eine hat fünf Kilometer, der andere sieben Kilometer oder auch mehr erlaufen oder erwandert. Das ist sehr beeindruckend“, so Thomas Kempe.

Am Gymnasium kamen 11.000 Euro und an der Gesamtschule 10.000 Euro zusammen. Weitere 10.000 Euro steuerten die drei Grundschulen bei. „Wir haben mit einer kleinen Idee angefangen und nun ist ganz Delbrück gelaufen“, so Thomas Kempe. Von einem besonderen Tag sprach auch Schulleiter Stephan Gringard. „Vor den Osterferien kam eine erste Schülerin aus der Ukraine zu uns. Sofort erklärten sich Schüler zu einer Patenschaft und zur Begleitung bereit. Die Ukraine ist eine wichtiger Teil Europas und wir hoffen auf ein Wiedersehen in friedlichen Zeiten

Auch Bürgermeister Werner Peitz dankte den Schülern, besonders der Klasse 9c, für ihren Einsatz und den Eltern und Großeltern für die Spendenbereitschaft. „Eine einzige Person in Moskau hat diesen menschenverachtenden und sinnlosen Krieg initiiert. Wir möchten eine Gesellschaft ohne Krieg. Auch viele Russen haben sich gegen den Krieg engagiert“, machte Peitz deutlich. Auch die Leiterin der St. Marien-Grundschule, Marion Gerson sieht in dem Sponsorenlauf ein Zeichen der Anteilnahme am Schicksal der Ukraine.

Einige Geflüchtete aus der Ukraine dankten den Schülern und den Delbrücker für ihren Einsatz. „Wir fühlen uns hier zu Hause und lernen gerade eine neue Kultur kennen. Ich hoffe auf eine baldige Rückkehr in die Ukraine, zu meinem Mann“, so Irina. Katharina aus Mariupol dankte für das Gefühl der Sicherheit und Verlässlichkeit in Delbrück. „Ich mag mir gar nicht vorstellen, was die Menschen in der Ukraine alles zurücklassen mussten. Wir hoffen auf eine gute gemeinsame Zukunft“, so Vanessa Golownitsch, die als Dolmetscherin zur Verfügung steht.

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