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Kommunen stehen für Vielfalt

Stadt Delbrück macht sich für Umweltprojekte stark

Delbrück

Im Mai stattete das Bündnis der „Kommunen für biologische Vielfalt“, vertreten durch Julia Andreas, der Stadt Delbrück einen Besuch ab, um Bürgermeister Werner Peitz die Auszeichnungstafel für das Projekt „NaDel“ zu überreichen und sich vor Ort ein Bild von der Umsetzung des Projektes zu machen.

Für Vielfalt: Klimaschutzmanagerin Heike Paesel, Bürgermeister Werner Peitz, Fachbereichsleiter für Bauen und Planen Markus Hückelheim (alle Stadt Delbrück), Julia Andreas (Bündnis für biologische Vielfalt), Bauhof Mitarbeiter Wolfgang Krämmer (Stadt Delbrück), Christian Venne und Jutta Bergener (beide Biologische Station Kreis Paderborn-Senne)

Für ihre Projektidee war die Stadt Delbrück Ende 2020 als eine von bundesweit 40 Kommunen im Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ ausgezeichnet worden.

Das Projekt „NaDel“ hat zum Ziel, die Gesamtheit der Grünflächen im Bereich der Schul- und Sportanlagen im Kernstadtbereich aufeinander abgestimmt ökologisch aufzuwerten, um somit Stadtnatur und Insekten zu fördern. Im Zeitraum 2021 bis 2022 wird das Projekt umgesetzt. Dafür steht ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung, zusätzlich aufgestockt durch 10.000 Euro der Delbrücker Klimakommission.

Viele der anvisierten Maßnahmen sind bereits realisiert. Dazu zählen der Bau von zwei großen Insektennisthilfen, ein Nisthilfenworkshop für Kinder der Johannes-Grundschule, das Anbringen von Nisthilfen für Eulen und Fledermäuse, das Anlegen eines Gehölzstreifens auf der Hallenbadwiese, der Bau einer ­ Trockenmauer, das Anlegen von Totholzhaufen, offenen Bodenstellen und Blühflächen, die Reduzierung der Mahdhäufigkeit in ausgewählten Bereichen sowie insektenfreundliche Staudenanpflanzungen. Insbesondere Staudenanpflanzungen sind auch eine gute Möglichkeit, in Zeiten des Klimawandels sorgsam mit der Ressource Wasser zu haushalten ohne auf einen attraktiven Garten verzichten zu müssen. Der steigende Wasserverbrauch für Rasenbewässerung und Pools ist in Delbrück ein massives Problem. Einmal richtig angelegt, ist ein regelmäßiges Wässern von Staudenbeeten nicht erforderlich. Tipps für das Anlegen von klimaangepassten- und insektenfreundlichen Staudenbeeten erhalten interessierte Bürger auf einer Infotafel am Hallenbadparkplatz. Fünf weitere Infotafeln, die über den Schul- und Sportcampus verteilt sind, informieren über die anderen Maßnahmen und geben Tipps auch für die Umsetzung im heimischen Garten.

Neben den Blühflächen am Schul- und Sportcampus wurden aus den Projektmitteln weitere Blühflächen am Friedhof und im Zentrum von Ostenland realisiert. Es wurde hierbei die insektenfreundliche „Paderborner Mischung“ eingesät, die vor einigen Jahren aus einer Initiative der Naturschutz-Stiftung Senne, Biologischer Station und Kreis Paderborn entwickelt wurde. „Diese Mischung enthält nur regionale Wildpflanzensamen. Sie kann auf den ersten Blick optisch vielleicht nicht mit den knallig bunten Blühmischungen aus dem Handel konkurrieren und braucht etwas länger bis sie zur vollen Geltung kommt. Für Insekten ist diese Mischung jedoch umso wertvoller“, erläutert Jutta Bergener von der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne.

Das Projekt „NaDel“ wird von Klimaschutzmanagerin Heike Paesel koordiniert. An der Umsetzung sind verschiedene Akteure beteiligt. Neben dem Bauhof der Stadt Delbrück sind dies z. B. die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne, das NABU BNE-Zentrum Bad Lippspringe, der Stadtverband für Heimatpflege, bürgerschaftliches Engagement und internationale Beziehungen und die angrenzenden Schulen.

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