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Studierte Sängerin Tabea Meusch aus Ostenland veröffentlicht erste Single

Tameera findet ihren eigenen Stil

Delbrück

Tameera? Noch nie gehört bisher? Das könnte sich bald ändern, vorausgesetzt, man interessiert sich für anspruchsvoll-poppige, international klingende Balladen und R‘n‘B im derzeit angesagten vocal­lastigen Sound. Hinter dem Künstlernamen Tameera steckt Tabea Meusch. Die 22-jährige Ostenländerin veröffentlichte am Freitag ihren ersten eigenen Titel aus ihrem Mini-Album „My Mind“.

Jürgen Spies

Tabea Meusch daheim in Ostenland. Hier hat sie die besten Einfälle beim Texten und Songschreiben Foto: Jürgen Spies

Auf die digitale Premiere des Songs „In the Mirror“ freut sich die studierte Musikerin und Sängerin, die bald ihr Studium am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück abschließt (Bachelor of Arts), schon riesig.

Tabea Meusch hat auf ihrem Weg, Sängerin zu werden, nichts dem Zufall überlassen. „Schon mit 13 Jahren wusste ich: Das ist mein festes Ziel“, berichtet sie in einem Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT.

Ihr musikalischer Werdegang bisher: Zunächst Flötenunterricht im Kindergartenalter an einer Delbrücker Musikschule, dann erster Klavierunterricht mit 6, 7 Jahren, danach, nur wenig später, begann sie auch zu singen. „Dabei habe ich gespürt, dass ich das am liebsten mache, dass mich Gesang erfüllt“, erzählt die sympathische Musikerin.

In der Folgezeit sang sie in mehreren Chören, in verschiedenen Bands – deshalb kennt man Tabea Meusch im Delbrücker Land und weit darüber hinaus bestens – und fing schon ein Jahr vor ihrem Abi (2016 am Gymnasium in Delbrück) an, sich auf die Aufnahmeprüfung am Osnabrücker Institut für Musik vorzubereiten; im Wissen, dass die Hürden dorthin ziemlich hoch sind und man sich dort nicht „einfach mal so“ anmelden kann.

Aber mit ihren schon bis dahin schon gemachten Erfahrungen, einer Riesenportion Talent, einem guten Gehör, mit Willensstärke und natürlich einer starken Stimme waren die Tests und Gesangsprüfungen in mehreren Runden gar kein Pro­blem.

„Das Studium in Osnabrück ist äußerst vielseitig“, erzählt die Ostenländerin. Dabei geht es unter anderem auch um Themenbereiche, die nicht unmittelbar etwas mit weiterer Stimmschulung in all ihren Facetten zu tun hat. „Man bekommt beispielsweise Einblick in wirtschaftliche Angelegenheiten, was im Hinblick auf eine spätere Selbstständigkeit wirklich wichtig sein kann. Es geht um Musiktheorie, Gehörbildung, um Labels und Verlage und wie man zur Branche Kontakte knüpft und ausbaut. Es gibt einen pädagogischen Zweig, so dass ich auch Musikunterricht geben kann.“

Mit Blick in die Zukunft ist es ihr wichtig, sich mehrere Standbeine aufzubauen. Während der Studienzeit hat sie außerdem viele andere Musiker kennengelernt und intensiver daran gearbeitet, eigene Songs zu schreiben und selber kreativ schaffend zu sein. Im Eigenstudium hat sie dies alles noch weiter vertieft: Wie genau funktioniert es sprachlich mit Texten? Wie baut man so etwas auf? Wie baut man kompositorisch ein Lied auf? Wie kommt ein roter Faden in das Stück? Wie arbeitet man am besten auf den Höhepunkt eines Songs, den Chorus/Refrain, hin?

Im Frühjahr 2018 begann die Zusammenarbeit mit einem Produzenten, „um mit ihm die ersten eigenen Songs gemeinsam zu arrangieren und zu instrumentieren, so lange, bis ich sagen konnte: So klingt‘s richtig gut“, blickt die 22-Jährige zurück.

Tameera alias Tabea Meusch schaut in den Spiegel. Das Coverfoto entstand zur jetzt veröffentlichten Single „In the Mirror“. Weitere Auskopplungen aus ihrem Mini-Album „My Mind“ werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Foto: Manfred Pollert Photographie

Im Sommer 2020 ging es schließlich zu den Gesangsaufnahmen ins Studio. Auch die Backing Vocals – eine oder mehrere Begleitstimmen, die die Hauptstimme unterstützen – sang Tabea Meusch selbst ein. Letztlich wurden die Titel dann im Studio hochprofessionell gemixed, gemastered und für diverse Endgeräte so abgemischt, dass jeweils immer das beste Klangergebnis herauskommt.

Alle Titel selbst geschrieben

„In The Mirror, die erste Singleauskopplung mit Release am 19. Februar auf allen Kanälen, ist Teil einer EP mit mehreren Titeln, die Tabea Meusch allesamt selbst geschrieben hat. EP? Eine EP ist eine Art Zwischending zwischen Single und einer LP und hat eine kürzere Gesamtlaufzeit als ein ganzes Album. In den kommenden Wochen und Monaten wird Tameera weitere Titel daraus digital veröffentlichen.

„Ich musste mir vorher Gedanken über die Vermarktung machen. Was veröffentliche ich wann und in welchem Umfang? Nur digital oder auch physisch, also zum Anfassen? Streaming hat bekanntlich in den vergangenen Jahren die Oberhand gewonnen. Auf eine klassische CD-Ausgabe der EP insgesamt will ich, Stand jetzt, aber nicht verzichten“, geht die Sängerin aus dem Delbrücker Land auch in solchen Fragen den Dingen auf den Grund.

Sie selbst mag unter anderem Musik von Ariana Grande und Billie Eilish, absoluten Weltstars mit großem Stimmumfang und einem Songrepertoire, das insbesondere in der jüngeren Generation schwer angesagt ist. Wer sich Titel von Tameera anhört, dem fallen gewisse Parallelen auf, wenngleich die Ostenländerin stringent ihren eigenen Weg geht, ihren eigenen Stil umsetzt.

Ihre Stimme klingt stets leicht, unangestrengt und angenehm

Tabeas Texte transportieren tiefere Aussagen und Gefühle, ihre Stimme klingt in allen Lagen und auch in druckvolleren Passagen leicht, unangestrengt und angenehm. Die Stimmschulung der vergangenen Jahre ist unüberhörbar. Dies und mehr sind Indizien und zudem Grundvoraussetzungen, die aus einer guten eine sehr gute Sängerin machen.

Wer darüber hinaus auch professionell erfolgreich werden möchte, benötigt idealerweise Reichweite, beispielsweise durch digitales Streaming, Spotify-Pitching, durch viele Klicks auf den gängigen Internetportalen und Social Media-Kanälen. „Meine eigene Website ist aber noch ausbaufähig, Twitter ebenso“, weiß Tabea Meusch, wo sie noch ansetzen muss und wird.

Nach wie vor steht sie als Coverband-Sängerin liebend gern vor Publikum auf Bühnen. Dass es coronabedingt schon seit vielen Monaten keine Liveauftritte mehr gibt, findet sie nicht nur sehr schade, sondern regelrecht zermürbend.

Die zurückliegenden Auftritte mit Coverbands zeigen, wie breit das musikalische Spektrum von Tabea Meusch ist: Während ihre eigenen Titel eher ruhig und balladesk sind, kann die Sängerin bei Auftritten mit der Band ebenso gut auch einfach nur fröhlich Party machen und Gas geben.

Nachdem jetzt die ihre erste Single rausgekommen ist und dann weitere Titel aus der EP erscheinen, möchte sich Tameera schon bald neue Plänen widmen. Wirklich Konkretes hat sie zwar noch nicht, aber das wird noch werden, denn schließlich steckt Tabea Meusch voller Kreativität.

www.tabeameusch.com

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