1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Delbrück
  6. >
  7. Theatergruppe Delbrück freut sich über nahezu ausverkaufte Premiere

  8. >

Spannendes Warten auf Bernd, der aber nie auf der Bühne steht

Theatergruppe Delbrück freut sich über nahezu ausverkaufte Premiere

Delbrück

Mit der Liebeskomödie „Das Phantom oder In die Oper“ von Claudia Klein zeigt die Theatergruppe des Heimatvereins Delbrück eine neue Facette ihres Könnens. Bei der nahezu ausverkauften Premiere im Hagedornforum überzeugte das Ensemble auf ganzer Linie. 

Von Axel Langer

Erstmals bringt die Theatergruppe des Heimatvereins Delbrück eine Liebeskomödie auf die Bühne des Hagedornforums. Für gute Unterhaltung sorgen dabei Tina (Cornelia Ernst), die ihrer Freundin Chantal (Andrea Bochnig) im Kampf gegen Mutter Gertrud hilft. Kevin (Heinz Kroos) muss Chantal mit den verschiedensten Geschenken die Verspätung ihres Verlobten Bernd erklären. Foto: Axel Langer

Erstmals führten Anne Kahle und Brigitte Bokelmann Regie und hatten das Stück gemeinsam mit den Darstellern erarbeitet. „Der Dank gilt den vielen Helfern vor und neben der Bühne“, begrüßte Konstantin Kohlsch vom Heimatverein die Theaterbesucher.

Im Fokus der Liebeskomödie steht Chantal, die Andrea Bochnig sehr gut verkörpert. Die Werbekauffrau studiert in Abendkursen Medienwirtschaft. Sie ist seit einem Jahr mit dem Anwalt Bernd zusammen und hofft auf einen Heiratsantrag. Zum einjährigen hat Bernd ins Musical „Das Phantom der Oper“ eingeladen.

Doch während Chantal hektisch nach Hause stürzt, um sich für den Musicalbesuch aufzubrezeln, verspätet sich Bernd immer mehr. Als es schließlich an der Tür klingelt, kann es ja nur Bernd sein, doch Chantal entgleiten die Gesichtszüge, ihre Mutter Gertrud (Andrea Adämmer) steht plötzlich vor ihr, um zum großen Aufräumen in Chantals Wohnung auszuholen. Natürlich ist sie neugierig auf ihren künftigen Schwiegersohn.

„Ich warte noch auf den richtigen Zeitpunkt“, entgegnet Chantal. „Ja, wann ist der denn, bei meiner Beerdigung?“, entgegnet Gertrud, die sich immer im falschen Moment einmischt und in der Hoffnung, Bernd endlich kennenzulernen, reichlich Gäste vertauscht. So wirft sie Heinrich Markwart (Stephan Kluwe), den Vater von Bernd und ausgesprochenen Gegner der Verbindung zwischen Chantel und Bernd, kurzerhand wieder aus der Wohnung. Den Freund von Bernd, Kevin (Heinz Kroos) verwechselt sie gleich mit Bernd.

Flotte Dialoge sorgen für Schwung und Witz

Mit Macht versucht Chantals Freundin Tina (Cornelia Ernst), das von Gertrud verursachte Chaos zu entwirren – vergeblich. Als dann auch noch Gertruds Schwester und Betreiberin der Nachtbar „Bienenkörbchen“, Lisbeth (Monika Westerhorstmann), auftaucht und auch die beiden Kommilitonen von Chantal, Susi (Maria Adämmer) und Langzeitstudent und Daueröko Chris (Florian Wiesing) zum gemeinsamen Lernen auftauchen, ist die Verwirrung perfekt. Chris benötigt dringend Mate-Tee, sonst könne er nicht denken. „Das kannst du auch mit Mate-Tee nicht“, so Susi.

Immer neue Entschuldigungen von Bernd muss Kevin überbringen, dabei verfolgt er eigene Interessen und steht auf Chantal. Er verrät Chantal, dass ihr Verlobter ein falsches Spiel spiele und sich schon seit einiger Zeit zu regelmäßigen Terminen mit einer Anderen treffe. „Ich vertrag’ keinen Alkohol“, so Kevin, als ein Kennenlern-Glas geleert werden soll. „Ich schon“, erleichtert Gertrud den Anwalt, um das eine oder andere Glas.

Flotte Dialoge und unterschiedliche Charaktere verleihen der Liebeskomödie Schwung und Witz. Vor allem der Kniff, dass Bernd zwar ständig im Mittelpunkt steht, aber im ganzen Stück nicht auf der Bühne steht, sondern als Phantom quasi über den Dingen schwebt, sorgt für einen gekonnten Spannungsbogen, dem sich die Zuschauer nicht entziehen können. Immer wieder sorgten die Spielszenen und gut gespielte Wortwitze für so manchen Lacher im Publikum.

Noch viermal steht Chantal auf der Bühne

Noch viermal begibt sich Chantal im Hagedornforum, Marktstraße 2, auf die Suche nach ihrem potenziellen Verlobten Bernd. Die Liebeskomödie „Das Phantom oder In die Oper“ wird am Samstag, 21. Januar ab 20 Uhr, am Sonntag, 22. Januar ab 16 Uhr, am Samstag, 28. Januar ab 20 Uhr und letztmalig am Sonntag, 29. Januar ab 16 Uhr aufgeführt.

An allen Sonntagen wird ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen serviert. An den Samstagen gibt es Sekt und warme Brezeln. Gutscheine für Eintrittskarten sind in der Kreuz-Apotheke, Lange Straße 3, erhältlich. Die Gutscheine können an allen Spieltagen eingesetzt werden und sind bis 30 Minuten vor Spielbeginn einzulösen. Mit den Gutscheinen ist keine Platzreservierung verbunden. Die Gutscheine kosten für Erwachsene acht Euro und für Kinder bis 12 Jahre vier Euro. Eintrittskarten können aber auch an der jeweiligen Tageskasse erworben werden. Weitere Informationen bei Gesamtleiter Heinz Kroos (Telefon: 05250 / 995810) oder auf der Homepage www.theatergruppe-delbrueck.de.

Startseite
ANZEIGE