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Delbrücker CDU-Fraktion führt die Haushaltsberatungen diesmal per Videokonferenz durch

Trotz Corona soll viel angepackt werden

Delbrück

Die Delbrücker CDU hat über den Haushaltsplanentwurf 2021 beraten. Die Bilanz der diesmal per Videokonferenz durchgeführten Beratungen hat Fraktionsvorsitzender Reinhold Hansmeier jetzt vorgestellt.

Meike Oblau

Otto Klabes (links), Geschäftsführer der CDU-Fraktion, und Fraktionsvorsitzender Reinhold Hansmeier mit dem Haushaltsplanentwurf. Foto:

Alles anders als in den Vorjahren: Die Delbrücker CDU-Fraktion hat die Haushaltsberatungen diesmal per Videokonferenz durchgeführt. „Unterm Strich ist Delbrück bisher gut durch die Coronakrise gekommen, das hat aber auch mit gewissen Einmaleffekten zu tun“, bilanziert Fraktionsvorsitzender Reinhold Hansmeier. Für die Folgejahre erwarte die CDU erhebliche finanzielle Einschränkungen: „Ein sparsamer Umgang mit den finanziellen Ressourcen war daher Leitlinie unserer Beratungen“, so Hansmeier.

„Es gibt aber natürlich viele Projekte, die wir trotz Corona anpacken müssen und wollen“, so der CDU-Ratsherr in einem Pressegespräch. An manchen finanziellen Stellschrauben sei auch gar nicht zu drehen, so zum Beispiel an steigenden Personalkosten, die durch Tarifsteigerungen und Regelungen, zum Beispiel durch der Kinderbildungsgesetz (Kibiz), verursacht würden, aber auch durch Aufstockung von Personal in den Kitas. „Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder“, sagt Hansmeier. Mehrausgaben entstehen auch im Schülerbusverkehr. „Die Versuche, diesen zu entzerren, kosten Geld, weil zusätzliche Busse eingesetzt werden“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Hohe Investitionen seien für neue Bau- und Gewerbegebiete (etwa 3,5 Millionen Euro) sowie die Verbesserung der Infrastruktur (zum Beispiel Straßenneubau beziehungsweise Sanierung) vorgesehen. Die CDU nennt hier zum Beispiel den Ausbau der Jakobstraße, auf den Anwohner bereits seit Jahrzehnten warten, und die Erneuerung von Wirtschaftswegen.

Viel Geld soll zudem für den Bereich Schulen und Sport ausgegeben werden, hier insbesondere für die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums (etwa drei Millionen Euro), für die weitere Umsetzung des Digitalpakts und für die ersten Planungen zum Bau einer neuen Zweifachhalle in Delbrück-Mitte. Die Feuerwehr erhält 805.000 Euro für neue Fahrzeuge und 160.000 Euro für neue Meldeempfänger. Für den Neubau des Rathauses ist in diesem Haushaltsjahr ein Teilbetrag von zwei Millionen Euro vorgesehen.

Gerade in Coronazeiten benötigten auch Vereine und Ortsteile Perspektiven und Motivation, sagt Reinhold Hansmeier. So soll der Zuschuss für die Jugendmusikförderung erhöht werden, ebenso soll die Delbrücker Marketinggemeinschaft (Demag) zunächst einmalig 68.000 statt wie bisher 37.000 Euro Zuschuss erhalten, um die Folgen der Lockdowns abfedern zu können. Das DRK möchte die CDU mit 10.000 Euro für die Ausstattung des neu angeschafften Krankenwagens unterstützen.

In Schöning soll der Dorfplatz neu gestaltet werden. Eine erste Kostenschätzung liegt bei etwa 216.000 Euro. Coronabedingt konnten die Planungen noch nicht konkreter mit den Bürgern erörtert werden. Zudem soll der SV Schöning ebenso wie der SC Ostenland einen Soccerplatz (Kleinspielfeld) bekommen. In Lippling soll es Zuschüsse für die Beregnungsanlage der Tennisplätze geben, in Westenholz für eine automatische Beregnungsanlage des so genannten „C-Platzes“ der Fußballer. In Sudhagen ist eine zentrale, barrierefreie Schulbushaltestelle mit Abstellplätzen für Fahrräder vorgesehen, der SuS Boke plant den Bau einer Leichtathletikanlage (100-Meter-Laufbahn mit Sprunggrube). Ein Großprojekt steht in Anreppen an. Hier wird eine Gymnastikhalle gewünscht, da es in Anreppen keine Turnhalle gibt. Die CDU wird beantragen, diesen etwa 490.000 Euro teuren Bau städtischerseits mit 190.000 Euro zu bezuschussen. Am Laumes Kamp in Delbrück soll der Kunstrasen ausgetauscht werden. Am Hallenbad soll ein Bike-Park entstehen. Zudem wünscht sich die CDU Konzepte zu E-Ladestationen und zu den Spielplätzen im Stadtgebiet.

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