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Delbrücker Hindermann GmbH stellt Produktion auf Schutzkleidung um

Unternehmen in Zeiten von Corona

Delbrück (WB). „Wie wichtig Firmenbesuche sind, gerade bei inhabergeführten Unternehmen, zeigt die aktuelle Corona-Krise“, erklärt der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer (58) bei einer Besichtigung der Hindermann GmbH & Co. KG in Delbrück. Für das Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung sind die dabei in den vergangenen Jahren geknüpften engen Kontakte und die dabei gepflegten kurzen Wege aktuell wertvoller denn je. Er bedauert nur, dass Besuche in den Betrieben eben wegen der Pandemie momentan nur sehr eingeschränkt möglich sind.

Mit dem erforderlichen Abstand und einer Mund- und Nasenmaske aus der Delbrücker Produktion lässt sich Bernhard Hoppe-Biermeyer von dem Mitarbeiter Jürgen Dieks und der Industrienäherin Lea Maria Lummer die Fertigung der Masken erklären. Foto: Lina Offergeld

Umso wichtiger war ihm Besuch der Hindermann GmbH & Co. KG in Delbrück: „Zum ersten, weil hier alle Hygiene-Standards eingehalten werden können, zum zweiten, um zu dokumentieren, dass gerade in Zeiten der Krise der direkte Draht zwischen Politik und Wirtschaft für die nun erforderlichen schnellen Entscheidungen ein große Hilfe ist, und zum dritten, weil hier ein Unternehmen mit der Umstellung eines Teils der Produktion einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leistet“, folgte der Wirtschaftspolitiker gern der Einladung von Tobias Hindermann, dem Geschäftsführenden Gesellschafter. „Unter den Abgeordneten des Landtages gibt es leider nur gut ein Handvoll Unternehmer“, schätzt Bernhard Hoppe-Biermeyer, der selbst Inhaber einer Werbeagentur ist.

Austausch mit Politiker

„Auch wenn meine Kollegen und ich wegen des Mandats nicht mehr im operativen Geschäft der Firmen sind, hat insbesondere Minister Andreas Pinkwart die Meinung der wenigen Unternehmer im Landtag gesucht“, hat Bernhard Hoppe-Biermeyer in den vergangenen Wochen beobachtet. „So wichtig die politische Arbeit in Düsseldorf auch ist, so notwendig ist der persönliche Kontakt zur Wirtschaft vor Ort. Ich bedanke mich für den Besuch und freue mich über das Interesse an unserem Unternehmen und die offene Diskussion“, nutzte der studierte Diplom-Kaufmann Tobias Hindermann die Gelegenheit für einen Gedankenaustausch nach der Betriebsbesichtigung.

Das westfälische Familienunternehmen Hindermann Kunststoffverarbeitung ist Spezialist für flexible und isolierende Schutzhüllen aus Folien und technischen Materialien für die Geschäftsfelder Industrie und Mobiles Reisen im europäischen Markt. Besonders interessierte Bernhard Hoppe-Biermeyer aktuell die Fertigung der Hindermann-Infektionsschutzanzüge sowie der Mund- und Nasenmasken, die das Unternehmen aus atmungsaktivem Tyvek fertigt. Das Material kann bis zu zehnmal gewaschen werden und wird, anders als etwa Baumwolle, durch die Atmung nicht feucht beim Tragen.

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