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Graf-Spock-Theater Schöning meistert den Ausfall zweier Ensemblemitglieder

Viel Trara um Klara Trompete

Delbrück (WB/al). Die Suche nach einem neuen Hobby sowie eine gestohlene Trompete stehen im Mittelpunkt der Komödie „Meine Frau, die Wechseljahre und ich“, die das Ensemble des Graf-Sporck-Theaters Schöning in dieser Spielzeit auf die Bühne der Mehrzweckhalle bringt. „Dabei war lange nicht klar, ob wir überhaupt spielen können“, berichtet Hermann Meierfrankenfeld.

Anton Knopf (Hermann Meierfrankenfeld, rechts) überzeugt Kommissar Blond (Reinhard Breimhorst), dass Trompete spielen gar nicht so schwierig ist. Man müsse eben das Mundstück nur richtig bedienen können. Foto: Axel Langer

Kurzfristig mussten zwei Darsteller aus gesundheitlichen Gründen passen. „Glücklicherweise haben sich zwei Ensemblemitglieder kurzfristig bereiterklärt, einzuspringen“, war Hermann Meierfrankenfeld nach der sehr gut besuchten Premiere froh, dass das Stück aufgeführt werden konnte. Die Rolle der Nachbarin Anna Berg übernahm Regisseurin Stefanie Horenkamp; für den Part von Kommissar Alois Blond konnte Reinhard Breimhorst glücklicherweise reaktiviert werden. Und so konnte die Komödie rund am Anton Knopf (Hermann Meierfrankenfeld) und Ehefrau Helga (Claudia Liedmeier) doch aufgeführt werden.

In dem Stück von Betti und Karl-Heinz Lind sehnt Anton seine Pensionierung herbei und hat von seiner Ehefrau Helga den Auftrag erhalten, sich ein neues Hobby zu suchen. Doch während Helga eher an sportliche Betätigung und eine Veränderung der Essensgewohnheiten denkt, ist Anton bereits fündig geworden: Er möchte Trompete spielen lernen und hat sein Instrument auch schon auf den Namen Klara getauft. „Aber Anton, du hast doch gar nicht mehr genug Puste, um die Trompete zu blasen!“ lästert Helga. Doch Anton gibt nicht klein bei, er übt und übt. „Das waren keine Töne, das hörte sich eher nach Tierquälerei an“, befand denn auch die beste Freundin von Helga, Berta Breit (Beate Pape), gegenüber Helgas und Antons Tochter Sophie (Kathi Kohlsch), während sich beide ob der merkwürdigen Töne die Ohren zuhielten.

„Furchtbar? Furchtbar wäre ja zum Aushalten!“, so Berta, die sich Gedanken macht, wie dem Trompetenproben beizukommen sei: „Da muss man doch was gegen machen!“ Und so geschieht das Unerwartete: Ein vermummter Mensch entführt die Trompete Klara. Allerdings sind Kommissar Alois Blond (Reinhard Breimhorst) und sein stotternder Assistent Harry Hirsch (glänzend: Herbert Nölkensmeier) nicht die hellsten Leuchten und durchschauen das Chaos nicht.

Wie es weitergeht, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Die Komödie bietet reichlich Gelegenheit zu doppeldeutigen Wortspielen, die das Premierenpublikum mit Szenenapplaus quittierte. Trotz der kurzfristigen Umbesetzungen versteht es das Graf-Sporck-Theater auf ganzer Linie zu überzeugen, so dass sich ein sehr unterhaltsamer Theaterbesuch entwickelt.

Der Vorhang in der Mehrzweckhalle öffnet sich wieder am Samstag, 28. Dezember, um 19 Uhr. Weitere Aufführungen: Sonntag, 29. Dezember, 17 Uhr; am Samstag, 4. Januar, um 19 Uhr und letztmalig am Sonntag, 5. Januar, um 17 Uhr. Eintrittskarten kosten 7,50 Uhr für Erwachsene sowie 3 Euro für Kinder und Schüler. Karten sind an der Tageskasse zu bekommen und können telefonisch unter Telefon 05250/5537 oder 05250/6414 reserviert werden.

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