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Kinder erobern den neuen Spielplatz in Bentfeld

Viele Helfer schaffen ein »Meisterwerk«

Delbrück (WB). »In Zeiten leerer Stadtkassen ist ein solches Meisterwerk nur zu schaffen, wenn viele Helfer und Sponsoren mit anpacken«, sagte Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz. In Bentfeld ist genau das passiert – und dem neuen Spielplatz zwischen Dorfplatz und Ehrenmal ist anzusehen, dass viel Herzblut in den Bau geflossen ist.

Meike Oblau

Die Bentfelder Kinder eroberten »ihren« neuen Spielplatz am Samstag im Nu. Für 58.000 Euro war das Areal zwischen Dorfplatz und Ehrenmal komplett neu gestaltet worden – vor allem Dank vieler Sponsoren und Helfer. Foto: Meike Oblau

Insgesamt 58.000 Euro hat der neue Dorfmittelpunkt gekostet, die Stadt Delbrück steuerte dazu »nur« 15.000 Euro aus dem Stadtsäckel bei. Den großen Rest brachten Sponsoren auf, Firmen und Privatpersonen beteiligten sich unter anderem an einer Crowd­funding-Aktion, bei der alleine 5600 Euro zusammenkamen.

Am Samstag nun wurde der neue Spielplatz offiziell übergeben und durch Pastor Martin Göke gesegnet. »Ich möchte eigentlich nicht die Geräte segnen, sondern jene, die sie nutzen«, sagte der Geistliche und lobte, der neue Spielplatz sei eine große Bereicherung für den Ort. Göke betonte aber auch, Erwachsene sollten nicht verlernen, zu spielen: »Manchmal sind wir Erwachsenen so ›verzweckt‹, dass wir aus den Augen verlieren, was im Leben wirklich wichtig ist«, sagte er, und hätte Göke kein Mikrofon benutzt, wären seine Worte im Kinderlachen untergegangen. »Spielen kann so einfach sein, das können wir von den Kindern lernen«, sagte Göke.

Im Namen des Heimatvereins, dessen Mitglieder sich sehr für den neuen Spielplatz engagiert hatten, begrüßte Vorsitzender Hermann-Josef Schulte die Besucher. Viele Ideen seien diskutiert worden. Der jetzige Platz sei federführend von Martin Heumüller konzipiert worden und zeige Typisches aus dem Bentfelder Dorfleben: eine Wagenremise, einen »Misthaufen« aus Holz zum Klettern und ein Sandförderband in Anspielung auf das Kieswerk vor Ort. Lediglich eine Sitzgruppe für die Erwachsenen fehle noch, so Schulte und rief Bürgermeister Werner Peitz zu: »Aber keine Sorge, der Antrag dazu kommt in den nächsten Wochen!«

Peitz selbst freute sich, dass sich Bentfeld »so herausputzt«: »Ihr habt gezeigt: Mit Gemeinschaftssinn kann man Berge versetzen«, bedankte sich der Bürgermeister bei den vielen Helfern und Spendern. Schöner und sinnvoller könne man einen Spielplatz nicht bauen, bilanzierte Werner Peitz: »Hier ist ein Stück Heimat entstanden, das i-Tüpfelchen des Dorfes.«

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