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60 Jugendfeuerwehrleute aus allen sechs Standorten bei Großübung

Wasser marsch am Wasserwerk

Ostenland (WB/al). Dichter Rauch steht über der Werkstatt am Wasserwerk in Ostenland. Augenzeuge berichten von lauten Knallgeräuschen und Personen, die aus dem Gebäude in den Wald geflüchtet sind. Schnell ist klar: Acht Personen werden vermisst, einige von ihnen dürften sich noch in der Werkstatt befinden. Glücklicherweise lässt effektive Hilfe nicht lange auf sich warten. Schon nach wenigen Minuten sind die Martinshörner zu hören. Beherzt greifen die künftigen Feuerwehrleute zu.

Rund 60 Jugendfeuerwehrleute aller Delbrücker Löschzüge sowie ihre Betreuer rückten zu einer Großübung auf dem Gelände des Wasserwerks aus. In der Werkstatt war es zu einem Brand gekommen, der auf den angrenzenden Wald überzugreifen drohte. Foto: Axel Langer

Bei dem Szenario handelte es nicht um einen Realeinsatz, sondern die Jahresübung der Delbrücker Jugendfeuerwehr. Rund 60 Jugendliche aus den Löschzügen Bentfeld, Boke, Delbrück, Lippling, Ostenland und Westenholz rückten auf das Gelände des Wasserwerk in Ostenland aus.

»Wir haben hier einen Gebäudebrand simuliert, der auf ein angrenzendes Waldstück überzugreifen droht. Außerdem gilt es acht vermisste Personen auf dem gesamten Gelände zu finden«, erläutert Stadtjugendfeuerwehrwart Jürgen Kersting das Szenario.

Schnell mussten die Jugendfeuerwehrleute und ihre Betreuer verschiedene Abschnitte bilden, eine Gruppe kümmerte sich um die Vermisstensuche im Gebäude und im Wald, die zweite Gruppe nahm sich der Brandbekämpfung an und eine dritte Einheit richtete eine Verletztensammelstelle ein. Um die Löschwasserversorgung sicher zu stellen, wurde am Haustenbach eine Wasserentnahmestelle eingerichtet und Schlauchleitungen bis an die Brandstelle verlegt. Verteiler wurden aufgebaut und dann hieß es: »Wasser marsch!«

In Kleingruppen, begleitet von Jugendfeuerwehrbetreuern, durchsuchten die Jugendlichen das Waldstück, und nach und nach wurden die Personen gefunden und nach einigen Erste-Hilfe-Maßnahmen zu einer medizinischen Erstversorgung auf dem Sammelplatz gebracht. Dabei galt es, die Verletzten aufwendig aus dem Wald zu tragen.

»Die Übung fördert den Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr und bereitet natürlich auch auf den Dienst in der aktiven Wehr vor. Gleichzeitig können wir uns einen Überblick über den Ausbildungsstand machen und sehen, in welchen Bereichen wir an den nächsten Übungsabenden noch Nachholbedarf haben«, zeigte sich der stellvertretende Wehrführer Ralf Fischer mit dem fachlichen Einsatz und der Motivation der Nachwuchs-Blauröcke sehr zufrieden.

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