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Karl-Josef Hüster wurde 68 Jahre alt – Trauerfeier und Begräbnis finden am Mittwoch statt

Ebbinghäuser Ortsheimatpfleger gestorben

Lichtenau-Ebbingh...

Ortsheimatpfleger Karl-Josef Hüster ist am 31. Mai im Alter von 68 Jahren verstorben. Er hat über Jahrzehnte das Dorfleben in Ebbinghausen geprägt und ist insbesondere auch durch seinen früheren Einsatz für den Rundblick im gesamten Stadtgebiet Lichtenau und darüber hinaus bekanntgewesen.

Karl-Josef Hüster, hier bei der Chroniklesung 2019, ist am 31. Mai verstorben. Foto:

Seit 2004 bekleidete er das Amt des Ortsheimatpflegers. Sein Engagement für die Heimat begann er allerdings nicht erst mit dieser Position. So galt sein Interesse schon in den 1990er Jahren insbesondere der Ebbinghäuser Gemeindechronik. Er hatte es sich seinerzeit zur Aufgabe gemacht, die teilweise schwer entzifferbaren Handschriften zusammen mit Senioren des Ortes zu entziffern und auf der Schreibmaschine für die Nachwelt zu konservieren. Außerdem hat er seit dieser Zeit immer an einem Abend „zwischen den Jahren“ eine Chroniklesung angeboten und den Zuhörern aus Ebbinghausens Vergangenheit berichtet. Stets überraschte er die Gäste auch mit weiteren Medien - mal Dias aus den 50er und 60er Jahren, ein anderes Mal Filmsequenzen aus der Blütezeit des Fremdenverkehrs im Waldkreis Büren oder Reportagen über die Region. Zuletzt fand diese Chroniklesung im Dezember 2019 statt, 2020 musste sie coronabedingt ausfallen.

Neben der Chronik lag ihm auch die Ebbinghäuser Kapelle Maria Immaculata sehr am Herzen. Im November blickt das Ebbinghäuser Gotteshaus auf das 150-jährige Weihejubiläum. Dieses Jubiläum wollte der Verstorbene maßgeblich mitgestalten. In der katholischen Kirche war Karl-Josef Hüster ohnehin sehr stark engagiert. So war er mehr als zehn Jahre Mitglied in der Gemeinschaft der charismatischen Erneuerung der katholischen Kirche in Bad Wünnenberg und mehr als 20 Jahre in der Gebetsgruppe „Kleine Herde“ der charismatischen Erneuerung in Paderborn aktiv.

Vielen wird Karl-Josef Hüster auch als Organisator und Initiator der jährlichen Ebbinghäuser Skatturniere in Erinnerung bleiben. Ebenfalls auf seine Initiative gab es vor einigen Jahren Spiel-und Klönabende im Dorfgemeinschaftsraum. Nach ein paar Jahren Pause wurde dieser Ansatz wieder aufgegriffen und bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie waren die Dorfabende einmal im Monat ein gut besuchter Anlaufpunkt. Generell war Hüster der Kontakt zu den Mitmenschen immer sehr wichtig – sei es vor seinem Ruhestand in seinem Beruf als Lehrer, als langjähriger Nikolaus oder als Aktivposten bei der Spielschar bei früheren Karnevalsveranstaltungen.

Trauerfeier und Begräbnis finden am Mittwoch um 14.30 Uhr auf dem Ebbinghäuser Friedhof statt.

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