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Hunderte Menschen abends im Paderquellgebiet – Spielothek überfallen – einige Gewitter-Einsätze für Feuerwehr im Kreis Paderborn

Erneut Ärger wegen Ruhestörungen

Paderborn

Wie schon am Wochenende zuvor ist es am Freitag- und am Samstagabend im Paderquell­gebiet zu Beschwerden über Ruhestörungen gekommen. Vor allem am Freitag war die Polizei dort gefordert. Die Feuerwehren im Kreis mussten am Wochenende zudem zu einigen Gewitter-Einsätzen ausrücken.

Von Matthias Band

An heißen Sommertagen entspannen die Paderborner gerne im Paderquellgebiet unterhalb des Abdinghofs Foto: Jörn Hannemann

Jeweils etwa 400 Personen sollen sich laut Polizei an den beiden Abenden in dem Areal unterhalb der Abdinghof­kirche aufgehalten und in kleineren Gruppen die heißen Sommerabende genossen haben. Ordnungsamt und Polizei waren dort nun mit verstärkten Kräften im Einsatz, nachdem es bereits am ersten Wochenende mit den Corona-Lockerungen zu zahlreichen Beschwerden gekommen war. Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung seien am Freitag und Samstag nicht festgestellt worden, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Es sei insgesamt ruhig gewesen.

Spielhallen-Mitarbeiter schwer verletzt ins Krankenhaus

Das habe sich jetzt am Freitag jedoch geändert, als die Polizeikräfte wegen zweier anderer Einsätze abrücken mussten. Zum einen wurde einem Mann gegen 0.20 Uhr an der Bahnhofstraße von einem anderen Mann der Rucksack vom Rücken gerissen. Der Täter flüchtete unerkannt. Zum anderen wurde gegen 1 Uhr eine Spielhalle an der Heiersstraße überfallen. Zwei Männer hatten einen Mitarbeiter der Spielhalle von hinten niedergeschlagen, als dieser gerade das Geschäft abschließen wollte. Die Männer raubten Bargeld. Wie viel, ist unklar. Der Angestellte wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Nachdem die Polizisten das Paderquellgebiet verlassen hatten, sei die Zahl der Beschwerden von Anwohnern laut Polizei schlagartig in die Höhe geschnellt. Es soll zu Geschrei und Gegröle gekommen sein, auch laute Musik soll gespielt worden sein. Es habe eine Weile gedauert, bis sich die Situation wieder beruhigt habe. Es sollen auch Platzverweise ausgesprochen worden sein. Am Samstag sei die Situation ruhiger gewesen – trotz des EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Die Polizei sei durchgehend vor Ort gewesen. Wegen des Gewitters seien die letzten Feiernden gegen 3.30 Uhr nach Hause gegangen.

Am Lippe- und am Habichtsee sei es am Freitag und Samstag zwar sehr voll gewesen. Die Polizei verzeichnete dort aber keine größeren Einsätze.

Blitz schlägt in Abluftkamin eines Stalls in Bad Wünnenberg ein

Unterdessen haben Gewitter und Starkregen in der Nacht zu Sonntag für mehrere Einsätze der Feuerwehr geführt. Im Vergleich zu anderen Regionen in NRW kam der Kreis Paderborn aber recht glimpflich davon. Im Bad Wünnenberger Ortsteil Elisenhof war am Sonntagmorgen während des Gewitters ein Blitz in einen Abluftkamin der Stallungen eines landwirtschaftlichen Betriebs eingeschlagen. Dadurch kam es im First des Dachs zu einem Feuer, das allerdings durch Löschmaßnahmen der Eigentümer eingedämmt werden konnte. Die Feuerwehr löschte das Feuer dann schließlich mit Hilfe einer Drehleiter. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden, teilte die Feuerwehr mit.

Mehrere Einsätze im Bürener Land

In Büren musste die Feuerwehr am Sonntag zur Briloner Straße ausrücken. Dort war Wasser nach dem starken Gewitter in der Nacht in mehrere Keller eingedrungen. Mit Hilfe von Wassersaugern wurden die Keller leergepumpt.

Bereits am Freitag hatte die Feuerwehr vor allem in Büren mehrere Einsätze wegen des Unwetters zu bewältigen. Auf einem Bauernhof konnten die Wassermassen nicht mehr abfließen und drangen in einen Kuhstall ein. Die Feuerwehr setzte Tauchpumpen sowie Sandsäcke ein. Wegen eines verstopften Gullys drohte an der Briloner Straße Wasser in einen Keller einzudringen.

Auch am Hessenweg in Paderborn wurden verstopfte Gullys gemeldet. Weitere Einsätze in Büren gab es am Mühlenweg und am Weiner Kirchweg, wo abgebrochene Äste die Straßen blockierten.

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